Niedereimer: „Ein ganz starkes Stück Kirche“

mo Aktuelles

05.01.2019

Abschiednehmen von Vikar Ricke beim Neujahrsempfang

NIEDEREIMER In seiner Ansprache beim Neujahrsempfang der Sankt Stephanus Kirchengemeinde Niedereimer bezeichnete der Leiter der kürzlich neugebildeten Propsteipfarrei Sankt Laurentius Propst Hubertus Böttcher Niedereimer als „Ein ganz starkes Stück Kirche“. Er betonte, dass gerade Niedereimer mit seinen engagierten Gemeindemitgliedern eine starke Rolle im Pastoralen Raum hat und er hoffe das dies auch nach der Neugestaltung so bliebe. Mit dem Ablauf des 31.12.2018 lösten sich die ehemals eigenständigen Kirchengemeinden zwischen Niedereimer und Oeventrop auf und bilden nun eine gemeinsame Pfarrei. Dieses bedeutet gleichzeitig, dass sich die Kirchenvorstände und Gemeindeausschüsse aufgelöst haben und derzeit ein Verwaltungsrat übergangsweise die Geschicke der Kirchengemeinden entscheidet. Aus Niedereimer gehören Michael Bienstein und Friedel Sölken diesem Gremium an. In Niedereimer endet so nun nach über 100 Jahren die Arbeit des selbständigen Kirchenvorstandes. Diesbezüglich verabschiedete man beim Neujahrsempfang Annemarie Schnelle, Detlev Becker, Peter Glaremin, Peter Hosters, Dirk Sander, Klaus Vernholz sowie Peter Werdelmann und dankte ihnen für ihre geleistete Arbeit mit einem kleinen Präsent. Zudem wurden an diesem Abend Helga Glaremin (Messdienerarbeit), Maria Hosters (Gemeindeausschuss) und Wilfried Glaremin (Küster) offiziell verabschiedet und ebenfalls mit einem kleinen Präsent bedacht. Vorgestellt und gleichzeitig neu eingeführt als Küster wurden bei der Veranstaltung Marita Voß und Winfried Ortmann.

Abschied nehmen musste die Stephanusgemeinde an diesem Abend auch von „ihrem“ Vikar Guido Ricke. Nach mehr als fünf Jahren engagiertem Wirken wechselt Vikar Ricke in Kürze in den Pastoralen Raum Sundern. Propst Hubertus Böttcher dankte Vikar Ricke, im Namen des gesamten Pastoralteams, für die überaus erfolgreiche seelsorgerische Betreuung der ihm anvertrauten Kirchengemeinden, besonders aber in Niedereimer und Wennigloh. Enttäuscht zeigten sich allerdings die Verantwortlichen aus Niedereimer, dass bei der offiziellen Verabschiedung die Abordnungen der anderen Kirchengemeinden nicht anwesend waren. Propst Böttcher bezeichnete Vikar Ricke bezüglich des Wechsels als „Pfadfinder“, da auf Dauer noch weitere Priester der Propsteipfarrei wechseln müssten. Maria Hosters dankte dem scheidenden Vikar Guido Ricke im Namen der Stephanusgemeinde für seine langjährige und vielfältige Arbeit in Niedereimer. Ein besonders Anliegen war Vikar Ricke stets die Ausbildung der neuen Messdiener. Diese bedankten sich bereits in der Kirche bei ihm und schenkten ihm einen „Wunschbaum“ für sein neues Heim in Hachen. Von der Stephanusgemeinde erhielt er zum Abschied die Chronik der Kirchengemeinde Sankt Stephanus sowie ein Bild der Kirche und ein „Bibelkochbuch“. Denn Vikar Guido Ricke ist für seine Kochkünste im gesamten Pastoralen Raum Arnsberg bekannt. Im Anschluss bedankte sich Vikar Ricke für alle Geschenke und liebevollen Worte an diesem Abend. Sein Herz hätte immer an Niedereimer gehangen und es fiele ihm besonders schwer diese liebgewonnene Gemeinde nun verlassen zu müssen. Er hoffte, dass die Niniviten dies in all den Jahren gespürt hätten.

Nach dem Festhochamt nahmen neben den Mitgliedern der kirchlichen Institutionen, alle Aktiven und Helfer der Kirchengemeinde sowie selbstverständlich auch die Abordnungen aller Gruppierungen und Vereine des Dorfes wieder am diesjährigen Neujahrsempfang teil. Somit füllte sich der Saal im Stephanushaus mit den geladenen Gästen. Einige der Anwesenden verweilten noch lange in gemütlicher Atmosphäre.

Text und Fotos: Detlev Becker

Foto: Verabschiedung von Vikar Guido Ricke (Bildmitte) durch Maria Hosters (Gemeindeausschuss) und Peter Werdelmann (Kirchenvorstand)

   

Fotos: Verabschiedung von Vikar Ricke in der Kirche,  Sternsinger im Stephanus Haus beim Neujahrsempfang

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