Referate von Anton Kaiser   (Archivnr.: VRN-3.009)

Referat Nr. 3.009.07  Waldglashütten im Sauerlande

 

 

Waldglashütten im Sauerlande

 

In Deutschland sind Waldglashütten seit etwa dem 13. Jahrhundert bekannt. Auch in Westfalen wurde seit relativ früher Zeit Glas geblasen. Die Glasmacher ließen sich in den noch unerschlossenen und sehr schwer zugängigen Waldgebieten nieder. Das überflüssige Holz in diesen Waldgebieten wurde den Glasmachern von den Grundherren sehr gern zur Feuerung der Öfen zur Verfügung gestellt und gut bezahlt. Die Deutschen haben das Glasmachen von den Römern gelernt. Im frühen Mittelalter betrieben die Klöster diese Kunst. Erst im 14. Jahrhundert erlernten auch bürgerliche dieses Handwerk. Der Gebrauch der gläsernen Gefäße blieb noch lange Zeit auf die soziale Oberschicht beschränkt.  Die ersten Glashütten bestanden im Süden Deutschlands. Im 16. Jahrhundert bestand schon eine Organisation der Glasmacher, der Glasmacherbund mit Privilegien – Sonderrechten – in Großalmerode in Hessen, Bezirk Kassel; eine in der Zukunftsgeschichte einzig dastehende Erscheinung: die Preise für Glaswaren, Anordnungen zur Vermeidung von Überproduktion usw. wurde durch diesen Bund geregelt. Jeden Pfingstmontag war Gerichtstag in Großalmerode. Jeder musste hier auf die Ordnung einen Eid leisten: Meister, Geselle wie auch der Lehrling. Verfehlungen gegen den Bund, dem  im Reiche besondere Machtmittel zur Verfügung standen, wurden streng geahndet. Der Glasmacherbund ist später zerfallen.

Für die Standortfrage der Hütten war immer ausschlaggebend, wie viel Holz die Grundherren den Glasmachern zur Verfügung stellten. Die Glashütten wurden mitten im Walde angelegt. Holzhauen und Anfahren des Holzes machten dann keine große Mühe. Von größter Wichtigkeit für den Glashüttenbetrieb war die Nähe eines Baches.

Wenn man Pottasche aus der Nähe der Hütte beziehen konnte, spielte auch dies eine große Rolle. Einige Glasmacher brannten die Pottasche in den Hüttenanlagen auch selbst.

Den Ton zum Formen der Glashäfen  - Tiegel,  in denen das Glasgemenge geschmolzen wurde – bezog man aus Großalmerode in Hessen. Salz konnte man meistens in der näheren Umgebung kaufen. Außerdem war ein besonders feinkörniger Sand erforderlich. Deshlab bestanden sehr viele Waldglashütten im Lipper- und Teutoburgerwalde. Die Hütten im Sauerlande waren auf Kiesel = Quarz- oder Feuersteine angewiesen. Die meisten Steine mussten sorgfältig ausgesucht werden, dann erst im Feuer rein und weiß gebrannt, darauf zerstampft und fein gesiebt werden. Die einsame Lage der Hütten  mitten im Walde, bedingt die Abgeschlossenheit der Glasmacher von den Siedlungen des Landes. Im Sauerland bestanden Waldglashütten am Astenberge, in der , in Neuhaus in Nordenau, in Rumbeck und in Enste.

Nach Einführung der Kohlenfeuerung in den Hütten  - Eisenbahn - entstanden industrielle Unternehmen in Marsberg, Oeventrop, Soest und Wickede.

 

 

Siedlung der Glasmacher

 

Die Glasmacher waren den Grundherren willkommen. Sie kauften Holz, welches von den Eingesessenen nicht genutzt werden konnte. Sie bauten Wege und rodeten den Urwald. Im Winter beschäftigten sich die Glasmacher mit Holzhauen, Aschebrennen und Reparaturen an der Hüttenanlage. Die Gebäude wurden als Blockhäuser errichtet. Nach etwa 15 Jahren wurde der Platz verlassen, da dann kein Holz mehr vorhanden war. Jedem Arbeiter stand etwas Gartenland, welches durch Rodung entstanden war, zur Verfügung . Die Werk- und Wohngebäude waren durch den Hüttenplatz getrennt. Nachdem die Glasmacher die Siedlung aufgegeben hatten, wurden die Wohnhäuser nicht abgerissen. Holzhauer zogen dann ein.( – Neuhaus ? –) In der Regel waren in der Siedlung folgend genannte Gebäude vorhanden: die Hütte, Wohnhäuser, Glaskammer, Packhaus, Pottaschenhaus, Backhaus, Brau- und Brennhaus. Wenige Glasmacher hatten ihren festen Wohnsitz mit Haus, Hof und Familie in den umliegenden Dörfern.  – Kessemeier –

 

 

Kleidung

 

Die Glasmacher trugen blaue Kittel und blaue Hosen aus Leinen. Bei der Arbeit trugen sie nur Hemd und Hose. Teilweise wegen der großen Hitze auch Überärmel. An den Füßen Holzpantinen mit Lederriemen über den Zehen. Auch Eisenbeschlagene Schuhe und Schirmmützen wurden getragen.

 

 

Nahrung

 

Die Glasmacher waren Teilselbstversorger, Schwein und Kühe wurden in den Wald getrieben, Korn und andere Nahrungsmittel bezogen Sie von ihren bäuerlichern Nachbarn in den Dörfern. Die Bauern hatten hierdurch eine zusätzliche Einnahme. Der Hüttenherr hatte eine Jagdgenehmigung. Die Ernährung der Siedler wurde durch Reh- und Hasenfleisch verbessert. Krammetsvögel (Drosseln, Wacholderdrosseln) fing man in Schlingen. Aus den Bächen holte man die Forellen. Auch Bucheckern wurden in größeren Mengen aufgelesen. In den Dörfern schlug man aus den Bucheckern Öl. Außer Pflaumen pflanzte man keine Obstbäume an.

 

 

Getränke

 

Bei der anstrengenden Arbeit und der Hitze in den Hütten war der Durst groß. Bier und Branntwein durften die Glasmacher teils selbst herstellen. Diese Getränke auch in den Dörfern kaufen. Später wurde Bierbrauen und Branntwein brennen durch die Landsherren verboten. Kaffee, Tee und Milch waren beliebte Getränke. Auf vielen Hüttenplätzen war auch eine Trinkwasserpumpe. Die Glasmacher empfingen in ihrer Einsamkeit gern Gäste. Ihre Gastfreundschaft war groß.

 

 

Öfen

 

In jedem Werksgebäude waren meistens 3 Öfen: der Schmelzofen, der Glasofen und der Kühlofen. Die Rundöfen mussten aus Stein gebaut werden. Immer waren die Öfen und die Gewölbe aus feuerfesten Steinen hergestellt. Über dem Gewölbe standen die Häfen (Tiegel) mit dem flüssigen Glas. Der Ofen musste so gebaut werden, dass die Häfen  - Schmelztiegel – nicht von Flammen umgeben waren. Die Öfen hatten ein Glutloch und ein Schürloch. Darüber befanden sich, um den Ofen herum, eine Reihe weiterer Öffnungen, durch welche die Glashäfen in den Ofen geschoben wurden, ebenso die fertige Glasmasse zur Verarbeitung mit der Pfeife entnommen wurde. Die Öfen hielten in der Regel nur eine Brennperiode von 15 – 20 Wochen. Wenn ein Ofen in Betrieb war und einfiel, geschahen meistens Unglücksfälle. In dem Kühlofen wurde das glühende Glas langsam abgekühlt. Alle Öfen waren aneinander gebaut.

Temperaturen: Schmelzöfen = 1200 Grad

                            Kühlofen  =        700 – 800 Grad

Glashäfen

 

In den Glashäfen oder Glastöpfen wurde die Glasmasse geschmolzen. Der untere Boden der Häfen  hatte einen Durchmesser von etwa 50 cm und war ca. 10 cm dick. Die Seitenwände waren unten etwa 7 cm dick und verjüngten sich nach oben. Das Material für die Häfen bezog man aus  Großalmerode // Hessen. Später wurde auch im Hochstift Paderborn Hafenton gegraben. Wo, ist nicht bekannt. Die Glasmeister fertigten die Häfen selbst. Seit 1950 werden die Häfen aus Zement mit Zusätzen gefertigt.

 

 

Glasblasen

 

Die Gläser wurden mit einer Glaspfeife geblasen. Die Glaspfeife ist ein 1,50 m langes Rohr mit einer innere Öffnung von etwa 3 cm (?) Das untere Ende der Pfeife wurde glühend heiß gemacht. Nur so konnte man die flüssige Glasmasse aus den Häfen holen. Auf einer Eisenplatte vorgefertigt, wurde die Glasmasse mit dem Munde aufgeblasen. Es wurde mit und ohne Form gearbeitet.

 

 

Heizmaterial

 

Als Heizmaterial gebrauchten die Glashütten eine große Menge Buchen-, Erlen- und Birkenholz, zur Not auch trockenes Fichten- und Kiefernholz. Eichenholz war weniger brauchbar. Der jährliche Holzverbrauch in den Hütten wird mit 600 – 800 Klafter angegeben. Ein Klafter Holz besteht aus rund 3 Raummetern. Meistens mussten die Glasmeister das Holz auf eigene Kosten einschlagen und anfahren lassen. Das Brakenholz wurde an den Aschensiedern und im Haushalt der Hüttenleute verbraucht. Im 19. Jahrhundert ging die Verbreitung der Waldglashütten sehr zurück, weil das Holz immer knapper wurde. Die großen Hütten stellten sich auf Steinkohlefeuerung um.

 

 

Das Glas

 

Die wichtigsten Bestandteile der Glasmasse waren: 

 

            Sand, Pottasche, Soda, Salz, Kalk, usw.                 -Kessemeier- (s. Ende d. Kapitels)

            Silikat (Sand) = Salz der Kieselsäure                     65 – 75%

            Alkali (Soda)  = Natriumcarbonat  Na2 Co3                10 - 20%

                Pottasche  = Kaliumcarbonat     Ka2Co3

            Kalk               = Calciumcarbonat  CaCo3   5-15%

 

Die Herkunft der Rohstoffe in damaliger Zeit ist nicht bekannt. Der Sand musste weiß und ohne viel Eisenoxyd sein. Die guten Fundstellen wurden geheim gehalten. Je reiner der Sand, desto heller und farbloser das Glas. Der Sand aus dem Lipperland war gut. Die Pottasche war als Flussmittel für das Glasgemenge besonders wichtig. Der Schmelzpunkt wurde dadurch niedriger. Später wurde die Pottasche durch das billigere Soda ersetzt. Eine Aschenhütte gab es um 1829 noch in Niedereimer. Eigt. (Eigentümer/Eigentum ? ) KlaukeStand Wettengel (Schumachermeister, Zum alten Brunnen – Ecke Stephanusweg) stimmt nicht, siehe Referat VRN 3.005.03“Der Markenwald“- für die Herstellung von Pottasche war Holzasche erforderlich. Die Holzasche wurde im Walde durch Verbrennung von Brakenholz gewonnen. Bauern und Bürger verkauften ihre Holzasche an die Aschensieder. Die Holzasche wurde mehrmals mit kochendem Wasser übergossen. Es entstand dadurch eine Lauge, die in einem Kessel solange gekocht wurde, bis ein schwarz-graues Salz übrig blieb. Dieses Salz wurde fein gestampft und in einem Kalcinierofen so lange erhitzt, bis es weiß geworden war – Zersetzung von chemischen Verbindungen durch Erhitzen-. Erst dann war es für die Glasherstellung verwendbar. Durch chemische und metallische Zusätze ließ sich die Glasmasse auch färben.

 

 

Umsatz der Hütten

 

Die Umsätze der Hütten müssen sehr hoch gewesen sein, da die Glasherstellung mit großen Sach- und Personalkosten verbunden war. Die bezahlten Löhne waren sehr beachtlich. Bei voller Beschäftigung konnte der Meister im 17. Jahrhundert wöchentlich 5-10 Taler, der erste Geselle 3-6 Taler, jeder weitere Geselle 2-4 Taler, ein Heizer und Holzhauser 1,5 Taler. Wenn damals ein Bauernknecht in einem Jahre, allerdings bei Naturalverpflegung, 8 Taler erhielt, kann man die Höhe dieses Lohnes ermessen. So ist es erklärlich, dass die Glasermeister später, vor allem im 18. Jahrhundert, durchweg in guten Vermögensverhältnissen waren.

 

 

Verpackung

 

Das fertige Glas wurde hauptsächlich in Gerstenstroh eingebunden. Wenn Roggenstroh gebraucht wurde, musste dieses vorher mit Wasser übergossen werden, damit es geschmeidig wurde. Größere Mengen Glas packte man in Kisten.

 

 

Berufliche Voraussetzungen, Ausbildung und Standesbewusstsein

 

Die Glasmacher waren ein eigener Stand. Der Nachwuchs wurde aus den eigenen Familien herangezogen. Deshalb hatten die Glasmacher ein hohes Standesbewusstsein. Ihr Beruf erforderte eine große handwerkliche Geschicklichkeit. Die Meister sahen ihren Beruf als Kunst an. Untereinander bestand zwischen den Glasmachern eine starke gesellschaftliche Stufung. Meister, Gesellen, Feuerschürer, usw. Die Kinder der Glasmacher gingen im allgemeinen nicht mit den Kindern der Bauern in die Dorfschule. Die Meister unterrichteten ihre und die Kinder der Hüttenbelegschaft selbst. Erst im 19. Jahrhundert wurde es üblich, dass hauptamtliche Lehrer auf den Glashütten unterrichteten. In den Schulferien mussten die 12-13jährigen Söhne der Glasmacher in der Hütte helfen. Nach der Schulentlassung begann die Lehrzeit. Zuerst mussten sie das fertige Glas in den Kühlofen bringen. Später mussten sie dem Meister das glühende Glas anreichen und tlw (teilweise) verblasen. Wenn der Lehrling begabt war, wurde er 17 – 18jähig Geselle. Die gesamte Belegschaft duzte sich untereinander. Nur der Meister wurde mit „Sie“ angeredet. Im 13. bis 18. Jahrhundert waren die Meister auch die Besitzer der Hüttenw. (Hüttenwerke). Erst im 19. Jahrhundert wurden die Hütten von Unternehmern gegründet.

 

 

Hüttenbelegschaft

 

Schon in frühester Zeit gehörten die Holzhauer zur Belegschaft der Waldglashütten. Ein Holzhauer stand nicht mit dem Glasmacher auf einer Stufe. Die Holzhauer durften nicht nach ihrem gutdünken Holz fällen. Sie mussten sich nach den Anweisungen der Förster richten. Auch die Gesellen der Hütte beschäftigten sich im Winter mit Holzhauen.

 

 

Holzfuhrknechte

 

Wie die Holzhauer gehörten auch die Holzfuhrknechte zur Hüttenbelegschaft. Für die Holzfuhren wurden hauptsächlich Ochsen als Zugtiere gebraucht.

 

 

Pottaschensieder

 

Die Pottaschensieder gehörten nicht immer zur Hüttenbelegschaft. Sie verdienten sich den Lebensunterhalt durch den Verkauf der Pottasche. Die selbständige Arbeit der Pottaschensieder war den Hüttenmeistern lästig. Sie mussten die Pottasche bar bezahlen.

 

 

Schmiede und Radmacher

 

gehörten in der Regel nicht zum Hüttenpersonal, für die entsprechenden Arbeiten nahmen die Hüttenmeister die Handwerker in den Nachbarorten in Anspruch.

 

 

Hüttenschreiber

 

Auf den größeren Hütten waren seit der Mitte des 17. Jahrhunderts auch Hüttenschreiber beschäftigt. Um diese Zeit galt ein Mann, der schreiben konnte, als ein gelehrter Mann.

 

 

Glasschneider und Glasmaler

 

Auch Glasmaler und Glasschneider gab es auf den größeren Hütten. Einige Meister verrichteten dies Arbeit selbst. Diese Berufe erforderten eine große Kunstfertigkeit und waren hoch geachtet.

 

 

Die Glasmacher

 

Wenn sich eine Hütte auf Fensterglas spezialisiert hatte, arbeiteten am Schmelzofen ein oder zwei Schürer, ein Handlanger, der das erforderliche Glas aus dem Hafen holte, und der Aufbläser. Letzterer bläst einen hohlen Glaszylinder und reicht ihn weiter an den Werker und Strecker. Mit einigen Tropfen Wasser wurde der Zylinder gespalten und auf einer großen Kupferplatte glatt gewalzt. So entstand eine Fensterscheibe. Anschließend wurde die noch heiße Glasscheibe in den Kühlofen geschoben.

 

 

Hüttenherr bzw. Glasmeister

 

Eine Hüttengründung wurde meistens von zwei Glasmeistern vorgenommen. Zur Anlage einer Glashütte war ein großes Kapital erforderlich: 1500 – 1600 Tlr.(Taler). Die Meister konnten durch den Hüttenbetrieb reich aber auch arm werden. Das Verhältnis der Meister untereinander war meistens gespannt. Es war von gegenseitigem Misstrauen begleitet. Während das Verhältnis zu den Glasmachern im allgemeinen gut war. Die Leute wurden geraucht.

 

 

Die Zahl der Arbeitenden

 

in einer Waldglashütte betrug Jahrhunderte hindurch etwa 10 – 12 Hüttenleute, Holzhauer, Fuhrleute usw.

 

 

Die Zahl der Hüttenbewohner

 

Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Zahl der Arbeiter mal fünf wird ungefähr stimmen. Es waren also etwa 60 – 70 Personen in der Glashüttensiedlung.

 

 

Arbeitszeit

 

Es war üblich, Ostern mit Glasblasen zu beginnen und um Martini (11.11.) den Ofen wieder kalt werden zu lassen. In der Regel war der Ofen in einer Schmelzperiode durchgebrannt und musste deshalb im Winter erneuert werden. Ein Teil der Glasmacher musste im Winter entlassen oder als Holzhauer beschäftigt werden. Eine feste Arbeitszeit gab es nicht. Wenn die Glasmasse gut war, ob Tag oder Nacht, musste gearbeitet werden, bis die Häfen leer waren. Das konnte 12 Stunden oder auch mehr dauern.

 

 

Der Absatz

 

Durch Fuhrleute wurden die Glaswaren zu den Kaufleuten in die größeren Orte gefahren. Das Glasfahren war für die Bauern in den Nachbardörfern der Hütten ein lohnender Nebenverdienst. Für kleinere Entfernungen benutzte man zum Vertrieb der Fertigwaren Esel und Tragekörbe – Kiepen. Im allgemeinen wurde auf Bestellung gearbeitet. Auch Flaschen wurden hergestellt. Später übernahmen auch Glashändler den Vertrieb. Die Glashändler legten in größeren Städten Sammellager an, damit die angeforderte Ware jederzeit zur Verfügung stand.

 

 

Hiermit habe ich versucht, ihnen die Arbeits- und Lebensbedingungen des alten Waldglasbläserhandwerks im 16. – 18. Jahrhundert im Sauerlande zu vermitteln.

Gleichzeitig ist auch noch eine kleine Aussage über die sozialen und gesellschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit mit eingeflossen.

 

Herr Karl Kessemeier sen. Kreisheimatpfleger i.R. (im Ruhestand) in Oeventrop, Zur Hünenburg 10; und die Volkskundliche Kommission in Münster haben mir für diese Arbeit Unterlagen zur Verfügung gestellt.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

 

 


Ursula Wiechert-Pollmann:

„Das Glasmacherhandwerk in Ostwestfalen“

Schriften der Volkskundlichen Kommission in Münster i.W

Herausgeber: Bruno Schier und Martha Bringmeier - 1963