Referate von Anton Kaiser   (Archivnr.: VRN-3.009)

Referat Nr. 3.009.08  Das Kloster Wedinghausen und seine Bedeutung für die Umgegend

 

 

Das Kloster Wedinghausen und seine Bedeutung für die Umgegend

 

Ein Nachkomme der ehemaligen Grafen von Westfalen, die in Werl wohnten, baute etwa in den Jahren 1070-1082 ein Schloß auf dem Schlossberge  in Arnsberg – den Konradsbau - . Benannt nach dem ersten Grafen von Arnsberg Konrad I., dieser regierte von etwa 1077 -1092. Nachfolger waren:

                       

                                   Friedrich der Streitbare             1092 – 1124

                                   Gottfried I.                              1124 – 1154

                                   Heinrich I.                               1154 – 1185

 

Heinrich I. stand zunächst mit den Herrscherhäusern der damaligen Zeit in enger Verbindung und genoss ein hohes Ansehen. Er hatte zwei Brüder. Der zweitälteste hieß Friedrich und der Jüngste – vermutlich ein Stiefbruder – ebenfalls Heinrich.

Wegen Erbstreitigkeiten kam es zwischen den beiden Heinrich zu einem tiefen Zerwürfnis. In dem älteren Heinrich reifte der unheilvolle Plan, den jüngeren Bruder zu beseitigen. Er ließ ihn in einen tiefen Keller des Schlosses werfen und dort verhungern.

Die Tat wurde bekannt. Seine ehemaligen Freunde rächten das Verbrechen. Heinrich der Löwe, der Erzbischof von Köln, die Bischöfe von Paderborn, Münster und Minden zerstörten 1166 mit ihrer Heeresmacht das Schloß zu Arnsberg. Graf Heinrich konnte fliehen. Später gelang es ihm, den Erzbischof von Köln versöhnlich zu stimmen. Er wurde wieder in seine Herrschaft über Arnsberg eingesetzt. Zur Sühne für seine Tat stiftete er das Kloster Wedinghausen am Eichholz (M)  (Mommertz)

Auf dem Gelände des Hofes Wedinghausen wurden ab 1170 die Klostergebäude errichtet. Vor der Klosterzeit war Wedinghausen einer der größten Höfe des Grafen von Arnsberg - Wedinghausen, Wetterhof + Evenhof –. Die ersten  Mönche, die in das Kloster Wedinghausen einzogen, kamen aus dem niederländischen Kloster Marienweet bei Utrecht. Es waren Prämonstratenser. Der Prämonstratenserorden war 1121 vom heiligen Norbert in Premontre bei Laon in Frankreich gegründet worden. Deshalb nannten sich Wedinghäuser Mönche auch Norbertiner. Sie lebten nach der Augustinerregel. Dem Orden der Augustiner-Eremiten gehörte auch Martin Luther an. Im Jahre 1173 bestätigte der Erzbischof von Köln - Philip von Heinsberg – die Klosterstiftung. Der Erzbischof übertrug dem Kloster die  Pfarrgerechtsame (Erstbelegung) für Arnsberg und einige Nachbarorte. Vordem waren diese Orte teilweise der Kirche in Hüsten pfarrpflichtig gewesen. Das Kloster wurde aus dem Dekanatsverband ausgehoben und unterstand der erzbischöflichen Gerichtsbarkeit in Köln.

Eine kleine Kirche war damals schon in Wedinghausen vorhanden gewesen. Diese Kirche viel aber bereits 1210 einem Brande zum Opfer. Der Neubau einer größeren Kirche verzögerte sich. Erst 1254 konnte der Hochaltar geweiht werden. Die Klostergebäude schlossen sich im Süden an die Kirche an. Der Kreuzgang, der große Saal, Norbertusschule usw. . Neben dem Chordienst versahen die Mönche auch die Seelsorge in der neugeschaffenen Pfarrei Arnsberg. Auch hatten sie das Patronat üer die Pfarrkirche in Hüsten. Mehrere Wedinghauser Mönche waren Pfarrer in Hüsten. Im Jahre 1207 übertrug die Äbtissin Jutta zu Meschede Kloster Galilaea – Enste – Königsmüster- den Haupthof Wettere- den Wetterhof in Arnsberg und die bestehende Mast = Holzgerechtsame in der Arnsberger Mark, gegen bestimmte Abgaben, dem Kloster Wedinghausen – Westfälisches Urkundenbuch Nr. 54 -. In der Übereignungs-Urkunde sind u.a. (unter anderem) auch abgabepflichtige Gehöfte in  Imbere  et  Imbere genannt. Diese Urkunde ist, soweit bisher bekannt ist, der älteste Beleg für das Bestehen der alten Bauernschaft Ober- und Niedereimer. Graf Heinrich I. schenkte 1182 dem Kloster Wedinghausen die Haupthöfe Evenhoe, Moosfelde und Rumbeck. Auch das Gut Wintrup war ein Lehensgut des Klosters. Der genannte Graf Heinrich verbrachte die zwei letzten  Jahre seines Lebens als Laienbruder im Kloster Wedinghausen. Er starb im Jahre 1200.

In der Stadt Arnsberg war eine wachsende Bürgerschaft zu verzeichnen. Diesem Umstande trug das Kloster in sofern Rechnung, als es im Jahre 1314 die zum Evenhof gehörenden Äcker – etwa 200 Morgen – auf 60 Jahre und auch weiter den Altstadtbürgern in Zeitpacht verpachtete. Die Pächter mussten einen Teil der Ernte abgeben und alle 12 Jahre ein Gewinngeld zahlen.- Blätter 1875 Seite 76 u.a. -. Der Evenhof stand nordwestlich vom Schloss, in der Nähe des Tollpöstchens (kleine Kapelle am alten Soestweg). Das Kulturland dieses Hofes lag am Abhang vom Schloss bis zur Berbke. 1623 gelang es den Bürgern von Arnsberg die Pachtländer des Evenhofes in Erbpacht zu erhalten. Dadurch gewann die Stadt Arnsberg den bedeutendsten Teil ihrer Feldmark. Die Grundstücke gingen im Laufe der Jahre in das Eigentum der  Arnsberger Altstadtbürger über -  Bünnemeyer, Haken, Kropf, Menge, Schennen, Weber usw.. In diesem Zusammenhang wurden 1295 nochmal Bewohner des Dorfes Niedereimer genannt -  Westf. Urkundenbuch Nr. 456 – Civis  de  Embere -. Durch die Annahme der Pachtgrundstücke aus dem Hofe Evenhoe  in der Berbke, Gerichtsberge usw. wurden die Pächter Altarhörige. (Die Wachszinsigkeit nennt Brebaum  (Brebaum, Heinrich: Das Wachszinsrecht im südlichen Westfalen bis zum 14. Jahrhundert. Diss. jur., Münster 1912, S. 11 ) die mildeste Form der Unfreiheit, da sie eine ausschließlich personale Bindung an den Herrn ist, u. z. ohne jede Fronhofzugehörigkeit. Die Verpflichtungen bestanden aus dem Wachszins für jeden Kopf der Familie, d. h. dem Kauf von Kerzen für den Altar ihres Schutzheiligen, aus der Heiratsabgabe und dem Sterbfall-Geld. Wachszinsige waren Schutzhörige einer Kirche, aber nicht Teil eines grundherrschaftlichen Verbandes, konnten also frei über ihren Grundbesitz verfügen. Ihre Stellung bezeichnete man als minderfrei, als altarhörige, sie galt aber noch nicht als vollfrei. Nicht nur Klöster, auch weltliche Herren, soweit sie Patrone von Altären, Kirchen oder Siechenhäusern waren, konnten Schutzherren von Wachszinsigen sein, weshalb also auch Dietrich von Volmerstein als Patron der Kirchen in Drensteinfurt und Heessen und der Kapelle in Hinderking Wachszinsige in seinem Herrschaftsverband haben konnte. archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2002/2479/pdf/210-229_Arbeitskopie_H3.pdf -.)

Die Gerichtsbarkeit über diese Grundstücke lag demnach bei Kloster Wedinghausen. Es bestand ein besonderes Gericht.

Am  Pantaleonstage – 27. Juli jeden Jahres – trat das Gericht zusammen und hieß deshalb das „St. Pantaleonsgericht“ . Es bestand aus einem ordensgeistlichen und zwei gewählten Richtmännern. Wenn das Gericht von der Stadtkapelle zur Besichtigung der Streitobjekte in die Berbke ging, schlossen sich eine große Zahl der Altstadtbürger an. Letztere führten Äxte, hacken und Schüppen mit sich. Wenn ein Pächter durch eine wuchtige Hecke den Weg versperrt oder eingeengt hatte, wurde die Hecke an Ort und Stelle abgehauen. Bei der Versetzung von Grenzsteinen stellte man den alten Zustand sofort wieder her. Wenn durch Abdeichen (Deich versetzen, Gegenteil von „eindeichen“) von Regenwasser ein Weg beschädigt war, grub man auf dem Grundstück des Täters ein Loch. Mit dem Aushub brachte man den Weg wieder in Ordnung. Nach getaner Arbeit ging das Gericht mit der Begleitung zur Stadtkapelle zurück. Mit einem Gebet in der Stadtkapelle fand der Gerichtstag sein Ende. Seissenschmidt, Blätter 1863 Seite 73

 

Aus dem Klostergeschehen ist noch zu berichten

 

Im Gegensatz zu anderen westfälischen Klosterniederlassungen war der Konvent von Wedinghausen ständig gemischt. Auch Bauernsöhne und Nachkommen von den Erbsälzern in Werl usw. waren vertreten. Das Kloster hatte Beziehungen zu den Klöstern Knechtsteden  bei Dormagen am Niederrhein und Steinfeld  in der Eifel. Das Nonnenkloster Oelinghausen –Prämonstratenserinnen  war seit 1228 der Paternität = Vaterschaft Wedinghausens unterstellt.

Am Ende des 16. Jahrhunderts strebte die Priorin (Der Ausdruck Prior (von lat.: prior = wörtlich der "Frühere" (prin, früh) Amt im Kloster) bezeichnet a) den Vertreter des Abtes. In Klöstern, die einen Abt als Vorsteher haben, ist der Prior dessen Vertreter, beispielsweise bei den Benediktinern, Zisterziensern oder Trappisten.  b) den Vorsteher eines Klosters. In Klöstern, die keinen Abt als Vorsteher haben, ist der Prior der Vorsteher des Klosters. Sein Vertreter ist der Vikar oder der Subprior, beispielsweise bei den Dominikanern, Karmeliten und Kartäusern. Auch Klöster der oben genannten Orden, die nicht den Rang einer Abtei, sondern eines (abhängigen oder unabhängigen) Priorates haben, werden von einem Prior geleitet.                                                                                                                                     Der Vorsteher eines Franziskaner- oder Kapuziner-Klosters wird als Guardian bezeichn   Auch in evangelischen Kommunitäten gibt es das Amt des Priors oder der Priorin, z.B. bei der Communität Christusbruderschaft Selbitz, der Jesus-Bruderschaft (Kommunität Gnadenthal), der Christusträger Bruderschaft (Kloster Triefenstein) und der Jesus-Gemeinschaft Marburg.) des Klosters Oelinghausen Odilia von Fürstenberg die Umwandlung des Klosters in ein weltliches Stift an. Mit Hilfe ihrer adeligen Verwandten gelang ihr die Aufhebung im Jahre 1617. Wedinghausen war nicht einverstanden. Durch mehrere Instanzen wurde 13 Jahre lang ein Prozess geführt. Die Wedinghauser Mönche obsiegten. Die adeligen Stiftsdamen haben das Kloster geräumt. Nonnen aus dem Kloster Rumbeck nahmen das Ordensleben wieder auf.

Im Dreißigjährigen Kriege hatte das Kloster Wedinghausen hohe Kriegslasten zu tragen. 1634 musste das Kloster den hessischen Generalleutnant Beckermann aufnehmen, der von hier aus seine Vaterstadt zerstören wollte. – Abzug – Hochwasser; Tafel am Hirschberger Tor.

Abt Reichmann bemühte sich um die Gründung und den Aufbau des Wedinghauser Gymnasiums . Am Allerheiligentage 1643 konnte die feierliche Eröffnung erfolgen. 1644 hatte das Laurentianum schon über 70 Schüler. 1717 erfolgte der Neubau des Gymnasiums. In dem Neubau konnten 7 Klassen mit mehr als 100 Schülern untergebracht werden.

Die Wedinghauser Mönche waren als Lehrer am Gymnasium, als Pfarrer in Hüsten, Oelinghausen, Rumbeck und Werl stark in Anspruch genommen.

Die Zeit der Aufklärung ging an dem Kloster Wedinghausen nicht spurlos vorüber. Der Landdrost (aus dem Marschallamt erwachsen)  Franz Willelm von Spiegel entwickelte einen besonderen Reformeifer. Er erließ eine Schulordnung, von der auch das Gymnasium  betroffen wurde. Das Kloster hatte mehr Pflichten als Rechte. Die Mönche mussten nicht nur als Lehrer zur Verfügung gestellt, sie mussten auch vom Kloster ausgebildet und bezahlt werden. Abt Fischer hatte einen schweren Stand. Zumal die Professoren im Konvent ihm nicht alle gut gesonnen waren.

Der Kurfürst Max Franz 1781-1804 ordnete eine Visitation (Kontrollbesuch) in Wedinghausen an. Das selbstständige Regiment des Abtes wurde beschränkt. Zehn ältere Mönche wurden ihm als Berater zur Seite gestellt. Das Paternitätsverhältnis gegenüber den Klöstern Rumbeck und Oelinghausen wurde gelöst. Mehrere Mönche begehrten gegen die Ordensdisziplin auf. Wortführer waren der in Bracht geborene Georg Friedrich Pape und Engelbert Joseph Henkel. Wegen dieser Vorfälle wurde der Abt von Knechtsteden 1790 zum erzbischöflichen Kommissar für Wedinghausen ernannt. Die politischen Ereignisse – Französische Revolution – ließen die Auseinandersetzungen verstummen.

Nach dem Verlust del linken Rheinufers nahm das Domkapitel von Köln Wohnung im Kloster Wedinghausen. Auch der Reliquienschrein der Heiligen Drei Könige war von Köln nach Wedinghausen gebracht worden. Ebenso das Archiv und die Bibliothek des Domkapitels.

Im Jahre 1802 war die Säkularisierung – Verweltlichung – des Herzogtums Westfalen und die des Klosters Wedinghausen eine beschlossene Sache. Am 17. Oktober 1803 verkündete der Landgraf Ludwig von Hessen- Darmstadt die Aufhebung des Klosters. Alle Besitzungen und Renten gingen in sein Eigentum über. Die Kirche – Propsteikirche – stand nach der Aufhebung des Klosters der katholischen Pfarrgemeinde Arnsberg zur Verfügung.

Die Abtei wurde in eine staatliche Domäne umgewandelt. Das Kloster Wedinghausen gehörte zu den wohlhabendsten Klöstern des Herzogtums Westfalen. – Schöne-.

Bei Auflösung zählte das Kloster noch 24 Ordensangehörige und 40 weltliche Bedienstete.

Schon im April 1803 war das Inventar des Klosters aufgenommen und alle sonstigen Vermögenswerte: Land, Wald, Zehnten, Gerechtsamen, Kapitalien usw. festgestellt worden.

Als Auszug aus der Vermögensaufstellung zur Zeit der Aufhebung des Klosters 1803 sei noch folgendes mitgeteilt:             Kolonale und Gewinngüter   - 1873 Seite 69 u.a.

                                   Wulff zu Niedereimer persönlich freier Erbzinsbauer

 

An Gewinngeld waren alle 12 Jahre 6 Taler zu zahlen.

Pacht jährlich :                                  8 Taler zu zahlen

 

Ständigen Saatzehnten hatten zu zahlen – Blätter 1873 Seite 71

 

Karthaus zu Niedereimer     8 Mütte Roggen, 8 Mütte Gerste und 10 Mütte Hafer

Klauke zu Niedereimer        2 Mütte Hafer

Sinn zu Niedereimer             4 Mütte Roggen, 4 Mütte Gerste, 8 Mütte hafer

Wulff zu Niedereimer           4 Mütte Roggen, 4 Mütte gerste, 12 Mütte Hafer

 

 

In der kurkölnischen Zeit waren die Getreidemaße in den einzelnen Kirchspielen sehr unterschiedlich. Im Sauerlande schwankte das Scheffelmaß zwischen 30 und 70 Litern. Es bestand auch noch ein Unterschied des Scheffelmaßes für Hartkorn und Hafer – Chronik Sundern 1954 Harder -.

Eine zuverlässige Umrechnung der Abgabemenge der einzelnen Höfe in Zentner oder Kilogramm kann deshalb nicht erfolgen.

In der preußischen Zeit hatte ein Scheffel ein Volumen von ca. 55 Litern = 4 Spint. Vor 60-70 Jahren sind diese Scheffelmaße auf den hiesigen Bauernhöfen noch vorhanden gewesen. August Grüne, Heinrich Glaremin – 1 Scheffel enthielt etwa 80 Pfund Roggen ode Kartoffeln, Hafer und Gerste weniger.- Hektolitergewicht-.

Einige Anmerkungen, die für Niedereimer einige Bedeutung haben:

1329    schenkte ein Vasall des Arnsberger Grafen Erenfried Quaterland dem Kloster Wedinghausen seinen Hof zu Obereimer, damit im Kloster für ihn und seine vorfahren ein Jahresgedächtnis (Messe, Gottesdienst)gehalten würde.

1377 Das Kloster Wedinghausen übergab den Haupthof in Herdringen den Diedrich Ketteler gegen eine jährliche Pacht von 14 Malter Korn. Ketteler errichtete darselbst die sogenannte Kettelburg – Molkerei Mühlenburg - .

Es ist bekannt, dass der Hof Sinn in Niedereimer dem von Ketteler lehnspflichtig war – Kettelerstr. – Kettelerbach. – Kal. (Kalender ?) 100 Jahre Amt Hüsten 1937 S.27 – Happel (H. Happel schreibt, dass das Geschlecht von Ketteler auf dem Sinn-Hof gelebt hat. Archiv Fürstenberg).

1803 ging das Hackeland in Niedereimer in hessischen Besitz. Es war eine Fettweide für 35 Stück Vieh. („Am Hackeland“ heißt heute eine Straße am Sportplatz in Bruchhausen))

Das Kloster (Wedinghausen ?)war auch bis zur Auflösung in der Niedereimer Mark zur Entnahme von Bau- und Brennholz berechtigt.

Im Jahre 1815 gingen die alten Rechte und auch die Hauptgrundstücke des ehemaligen Klosters in das Eigentum des Königs von Preußen über. Der preußische Fiskus verkaufte später viele Grundstücke und auch einige Gebäude an den Grafen von Fürsenberg in Herdringen. Eicholz-, Wedinghauser-, Laurentius- und Norbertusstraße, Evangl. Lyzeum, Kreisverwaltung usw. (alles in Arnsberg).

Mit diesen knappen Ausführungen habe ich versucht, Ihnen die Bedeutung des alten klosters Wedinghausen in Erinnerung zu bringen.

Zugleich hoffe ich, Ihre Eigenkenntnisse aufgefrischt zu haben. Wer zu den Einzelheiten noch Fragen hat, möge diese jetzt stellen. Um die Beantwortung werde ich mich bemühen.

 

 

Literatur

 

Bernhard Mommertz – Das Schloß z. Arnsberg – 1921

Helmut Richterling, Staatsarchiv Münster – Kloster Wedinghausen S. 39-71

Direktor Harder, Chronik der Freiheit Sundern – Seite 276

Dr. Seibertz; Dr. Tücking; Justizrat Seissenschmidt – Blätter zur näheren Kunde

       Westfalens, Jahr 1863 Seite 73; Jahr 1873 Seite 36 u.a.; S. 69 + 71; S. 76 u.a.

Manfred Schöne:Das Herzogtum Westfalen 1802 – 1816 Seite 123

 

 

Volkszählung am 1. Dezember 1871

 

1841                           1871

 

Arnsberg                    4 621                         4 784              +  163

Neheim                      2 637                         2 934              +  297

 


                        Sa        7 258                          7 718              +  460

Platter Land               29 244                        29 207             -     37

 

            Zusammen     36 502                         36 925             +  423