Bücher für den Frieden

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NIEDEREIMER  Am 9.März 1945 bekam der 752 Seelenort Niedereimer die volle Wucht des 2. Weltkrieges zu spüren. An diesem, für Niedereimer so „schwarzen Tag“, fordert der schwere Luftangriff der alliierten Streitkräfte 21 Todesopfer im Ort. Der Angriff galt eigentlich galt nicht den Schutzsuchenden im Haus Kaiser, sondern dem unterhalb liegenden Heereskraftfahrpark der Wehrmacht. Zwei Monate später ist, mit der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde, der 2. Weltkrieg nach über sechs Jahren in Europa beendet. Dieser Krieg forderte Millionen von Todesopfern in der Zivilbevölkerung, bei den Soldaten auf allen Seiten sowie den Zwangsarbeitern und in den Konzentrationslagern. Etliche Soldaten starben in den Kriegsgefangenlagern in aller Welt. Zahllose Männer kehrten als Verwundete heim. Unzählige Männer, Frauen und Kinder verloren als Flüchtlinge und Vertriebene durch die Kriegsgeschehene ihre Heimat und ihr Leben. Viele Schicksale konnten bis heute nie geklärt werden. Darüber hinaus lagen große Teile Europas in

Schutt und Asche. Eigentlich müsste uns die Geschichte gelehrt haben, dass Kriege nur Verlierer auf allen Seiten hervorbringen.

 

Jetzt, nach 77 Jahren Frieden im Herzen Europas, wiederholen sich diese schrecklichen Ereignisse in der Ukraine. Ein Einzelner schafft es die Welt, mit einem menschenverachtenden Angriffskrieg und dem damit verbundenen unendlichen Leid, in Angst und Schrecken zu versetzen. Ungeachtet aller diplomatischen Bestrebungen treibt er die Bevölkerung und die Soldaten auf beiden Seiten ins Elend.

Um die unsägliche Not ein wenig zu mildern, möchte der Arbeitskreis für Dorfgeschichte und -entwicklung Niedereimer e.V. an den Haustüren sein aktuelles, im April 2021 erschienenes, Heimatblatt „Der Ninivit“ zum Kauf anbieten. Hierin erzählen über 70 Zeitzeugen aus Niedereimer von ihren teils traumatischen Erlebnissen in der Nazi-Zeit. Diese Berichte sollen Mahnung zum Frieden in Europa und der Welt sein. Das Heft soll zu einer Schutzgebühr von 5,- € im Zeitraum von Mitte März bis Ende April zum Kauf angeboten werden. Einige wenige Ausgaben der Heimatblätter aus den Jahren 2005 und 2015, ebenfalls mit Zeitzeugenberichten zum Thema 2. Weltkrieg, können zudem ebenfalls noch erworben werden. Der gesamte  Erlös aus dem Verkauf kommt den Opfern des Ukrainekrieges zugute. Ebenso nehmen die Verkäufer aber auch Spenden für die notleidende Bevölkerung in der Ukraine entgegen.

Für die Ukrainehilfe können für je  5,00 €  folgende Ausgaben  des „Ninivit“ erworben werden: 

Heft 14   „75 Jahre danach – gerettete Geschichte(n) zu NS-Zeit, Krieg und Neubeginn   (erschienen 2021, pandemiebedingt verschoben)

Heft 12  „70 Jahre Kriegsende – Erinnerung an schwere Zeiten“  Themen im Heft:  Nationalsozialismus vor Ort, Möhnekatastrophe,  Absturz zweiser Bomber,  Einmarsch und Besatzung, sowie Kriegserinnerungen  (erschienen 2015)

Heft 7 Sonderausgabe zu den Themen: Kriegsgefangenschaft, Zwangsarbeit, Flucht und Vertreibung  (erschienen 2005)

Am Dienstag, 8. März 2022 findet zudem um 18.30 Uhr ein Friedensgebet in der Sankt Stephanuskirche in Niedereimer statt. Ausrichter der Veranstaltung ist das Gemeindeteam. Gleichzeitig soll hierbei zum Jahrestag auch an die Bombenopfer von vor 77 Jahren aus Niedereimer gedacht werden.

Die bereits für das Jahr 2020 geplante Ausstellung zum 75. Jahrestag des Kriegsendes mit dem Titel „75 Jahre danach – gerettete Geschichte(n) zu NS-Zeit, Krieg und Neubeginn“ soll nach Möglichkeit nun im Frühjahr 2023 nachgeholt werden.

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Gedenken an 75. Jahrestag des Kriegsendes und 75 Jahre Frieden in Europa

Vielen Dank an die zahlreichen Besucher unserer Schautafeln zum 75. Jahrestag des Kriegsendes! Die Schautafeln sind auch weiterhin hier zu sehen unter:  http://www.niedereimer.de/akd2020/2020/

Vielen Dank auch an Lucas Vogt Immobilien aus Hüsten für die Illuminierung der Tafeln mit Stephanus Haus und für das tolle Foto!

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Stöbern Sie auch in alten  Zeitungsartikeln aus den Jahren 1980, 1990 und 2000:  http://www.niedereimer.de/akd2020/zeitungsartikel/


Pflege und Erhalt der Heimat Bestrebungen, die Heimat in ihrer natürlichen und geschichtlichen Eigenart möglichst zu erhalten und bei ihrer Neugestaltung mitzuwirken, u.a. mit den Zielen: kulturwürdige Gestaltung des Flur- und Ortsbildes, … Pflege von Heimatkunde, Mundart, Brauchtum und Volkskunst, Schutz der überkommenen Werke der Kultur. …“ so erklärt der Brockhaus den Begriff „Heimatschutz“. Treffender, präziser und zugleich kürzer lässt sich, glaube ich, das Thema „Pflege des Heimatgedankens“ nicht mehr formulieren. Die Ziele sind natürlich sehr hoch gesteckt! Wir haben unsere Aufgabe darin gesehen, in kleinen Schritten und mit konkreten Arbeiten Teilziele anzustreben, um auf diese Weise einen Beitrag zu leisten, dass die Bürgerinnen und Bürger in Niedereimer ein Stück unverwechselbare Heimat finden und sich mit ihr identifizieren.