Getreidedreschen
und
Eierverkauf
auf Blöinks Hof



Alter Blöink-Hof      Unter dem Motto "Wenn es auch nicht regnet, so dröppelt es doch" hatte Norbert Blöink 1955 die alte Dreschmaschine mobil gemacht. Durch Einbau eines Elektromotors mit Keilriemenantrieb konnte auch außerhalb der Gebäude gedroschen werden. 1955 bis 1960 waren noch viele kleine Flächen auf der Hude und deren Umgebung mit Getreide angebaut.

     So kam es, dass viele Einwohner Niedereimers zum Dreschen kamen. Darunter befanden sich u.a. Gastwirt Friedrich Biestein, Albert Menne, Ferdinand Vehre, Josef Stiefermann, August Reuther, Adolf Hagedorn, Ewald Lichte sowie Heinrich und Johannes Glaremin. Selbst Donners aus Bruchhausen und Kemper aus Breitenbruch kamen zum Getreide dreschen.

Neuer Blöink-Hof      Selbst der Tante Emma-Laden von Theresia Glaremin (Hoppe) gegenüber von Grünen Hof an der Wannetalstraße konnte noch einige Pfennige Profit machen. Es wurde nämlich auch schon mal ein Fläschchen Bier - aber nur für die Männer - zum kleinen Erntedank nach vollbrachter Arbeit getrunken.

     Dann 10 Jahre später (ca. 1965) hatten Blöinks auf dem neuen Hof ca. 800 Hühner in Bodenhaltung. Die runden Belüftungen sind noch gut auf einem der Bilder zu erkennen. Für Nanny und Norbert war jeden Mittwoch Eiertag. Innerhalb einer Woche wurden fast 3500 Eier in Niedereimer und auf dem Schreppenberg verkauft. Mit dem Großfeuer am 01.07.1970 sind leider alle Hühner verbrannt und der Verkauf von frischen Eiern musste eingestellt werden.

Neuer Blöink-Hof      Wer mehr Geschichten über unser Dorf Niedereimer zu erzählen weiß, der möchte sich doch unbedingt mit dem Webmaster in Verbindung setzen und uns leihweise einige Fotos überlassen. Die Geschichte wird von uns schon ausformuliert. Was ist überhaupt mit dem oben zitierten Tante Emma-Laden? Gibt's da gar keine Fotos? Wer weiß z.B. ein Döneken über diesen Laden zu berichten? Keine Scheu, einfach Kontakt über unseren Ortsheimatpfleger Detlev Becker aufnehmen. Wir wollen doch unsere Dorf-Geschichte, die übrigens im Jahr 2007 ihr 800jähriges Jubiläum feiern kann, auch noch für die zukünftige Generation wach halten.

(Text und Fotos: Nikolaus Hütter und Norbert Blöink)