Neue
Außenwohngruppe
der Caritas
im ehemaligen
Pfarrhaus



     Das Pfarrhaus in Niedereimer ist am Festtag der Hl. Martha (29.07.) seiner neuer Bestimmung übergeben worden. Die Hl. Martha war eine Fürsorgerin Jesu und kümmerte sich um das Wohlergehen der Benachteiligten.

     Nach einem Gottesdienst mit Familienangehörigen, den Mitbewohnern und Vertretern aus der Gemeinde, segnete Propst Dr. Achim Funder das Haus und wünschte den neuen Bewohnern sowie den Gästen alles Gute für die Zukunft.

     Anfang Juli bezogen fünf junge Erwachsene, mit einem Handicap, das Haus an der Friederichshöhe. In dieser Außenwohngruppe des Wohnheims Marianhill werden die jungen Leute nun ihr Leben in den eigenen vier Wänden gemeinsam meistern. Das große Ziel heißt: ''Wir wollen so normal wie möglich, mit der Unterstützung die notwendig ist, in unserer Wohnung leben''.

     Nach der Segnung zeigte sich die Gemeinde sehr wissbegierig, wie das normale Leben eines Menschen mit Handicap aussieht. Mit diesem Angebot ermöglicht man den Bewohnerinnen und Bewohnern einen weiteren Schritt in die Selbständigkeit. Anschließend trafen sich die Familienangehörigen, die Freunde, die Gemeindevertreter und der Vorstand der Caritas im Stephanushaus.

     Frau Anneliese Meng-Kinze von der Heimleitung bedankte sich bei allen die zum Gelingen und der Umsetzung dieser Idee beigetragen haben. Die Umbauarbeiten im Pfarrhaus konnten nach intensiven Gesprächen im Oktober letzten Jahres begonnen werden.

     Ein besonderer Dank galt den ungenannten großzügigen Spendern, ohne die die Ausstattung der Außenwohngruppe nicht möglich gewesen wäre. Ebenso musste die Renovierung des Hauses ohne öffentliche Zuschüsse auskommen.

     Thorsten Haack vom Vereinsring überbrachte stellvertretend für alle Vereine und Organisationen des Ortes die besten Wünsche zum Einzug und der damit verbundenen Integration in Niedereimer. Diesem Wunsch schlossen sich die Vertreter der Kirchengemeinde sowie des Caritas-Verbandes an. Jeder hatte zusätzlich noch ein kleines Präsent und einen Blumenstrauß mitgebracht.

     Nach so vielen Worten wurden den Gästen erfrischende Getränke und Schnittchen gereicht. Noch lange blieben Gastgeber und Gäste im Stephanushaus. Resümee des Abends war laut Heimleiterin Frau Anneliese Meng-Kinze: ''Eine solche Einweihung mit so vielen Gästen könnte man sich in einer großen Stadt nicht vorstellen. Doch hier im Ort mit dörflichen Charakter konnten wir eine herzliche Aufnahme bereits an diesem Abend spüren.''

(Text und Fotos: Detlev Becker und Klaus Vernholz)