zurück zur Auswahlseite

 

Peter Sonntag

Bassklarinette

Die heutige Bassklarinette hat einen nach oben gebogenen Schallbecher, ihr Mundstück sitzt auf einem S-förmigen Rohr aus Metall. Sie hat einen weichen und vollen Klang.

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wandte man sich der Konstruktion noch tieferer Klarinettenvarianten zu. Der erste Schritt in diese Richtung waren die Clarinette d'amore (ähnlich der Oboe d'amore) und das Bassetthorn.

Über die endgültige Form des Instruments war man sich noch länger uneins. Eine gebogene Form, ähnlich den frühen Bassetthörnern erwies sich wegen der Länge und der komplizierten Anordnung der Grifflöcher als unpraktisch. Mehrer Hersteller bevorzugten die Fagottform, die noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts neben der heutigen Form mit Metalltrichter und S-Bogen hergestellt wurde.

Ende des 19. Jahrhunderts fand die Bassklarinette ihren Platz im Orchester. Sie ist das Fundament des Klarinettenregisters und kann melodisch und rhythmisch außerhalb der Klarinettenstimmen gesetzt sein.