Künstler aus Niedereimer

Hans Robertz




Eheleute Robertz      Das künstlerische Talent liegt bei der Familie Robertz im Blut. Schon sein Vater, der ein Maler- und Lackierergeschäft betrieb, zeichnete und malte sehr viel in seiner Freizeit.

Arbeit aus Ton      Bei Hans Robertz waren Beruf und Leidenschaft ebenfalls eng miteinander verbunden. Der 79-jährige wurde in Kleve geboren und ist heute immer noch mit Begeisterung bei der Sache. Nach seiner Lehre als Maler- und Lackierer übernahm er, nach dem Tod seines Vaters, den elterlichen Betrieb.

     Eigentlich wäre er lieber Sportlehrer geworden, doch durch den Krieg kam alles anders. Als er nach dem Krieg in das zerstörte Vater von Hans Robertz Kleve zurückkehrte gab es zuerst keine Arbeit für ihn. So machte er sich daran, das ebenfalls zerstörte Elternhaus wieder aufzubauen. Um etwas Geld in die Kasse zu bekommen, nahm er eine Stelle als Schriftenzeichner bei der Militärregierung an. Hier versah er Holztafeln mit den Namen der gefallenen Soldaten. Dies war der Anfang seines künstlerischen Wirkens.

     Im Jahr 1953 zog er mit seiner, aus Arnsberg stammenden Frau Paula, geb. Neuhaus, nach Arnsberg. Schwester Paula, die gute Seele Arnsbergs, ist heute noch vielen Älteren in guter Erinnerung. Nach seiner Arbeitslosigkeit kam er im Januar 1954 bei der Handwerkskammer in Arnsberg unter. In Arnsberg wurden auch die drei Kinder geboren.

Exponat aus Ton      Im November 1967 zog die Familie Roberts in ein schmuckes Einfamilienhaus auf der Hirtenstraße in Niedereimer. Seit 1984 ist Hans Robertz Rentner und kann seiner Leidenschaft noch intensiver nachgehen.

Exponat aus Fango      Schon früh begann er kleine Bilder mit zauberhaften Motiven zu malen. Zu jedem besonderen Anlass erhielt seine Frau ein kleines Bild. Diese Bilder zieren heute noch die Wand im Flur. Doch das Glanzstück seines Könnens bekam seine Frau zur Hochzeit. Eine von ihm ganz besonders gemalte Ikone schmückt das Schlafzimmer. Dieses Bild verfügt über eine äußerst gelungene Aussagekraft und man könnte meinen, die Madonna wäre wahrhaftig zugegen. Darüber hinaus hat Hans Robertz auch die "Immerwährende Hilfe" gemalt und darin die Gesichter seiner Kinder eingearbeitet. So lassen ihn immer wieder neue Motive zu Pinsel und Farbe greifen.

Exponat aus Ton      Das Malen alleine jedoch füllte Hans Robertz in seiner Freizeit nicht mehr aus. Er begab sich daher an andere Werkstoffe. So gelangte er über Glasmalerei und Bleiverglasungen an das Formen. Aber auch hier ist es nicht nur einfacher Ton. Selbst Wachs und Steinzeug, ja sogar Fango, wird heute von ihm in Form gebracht. Hauptsächlich Madonnenabbildungen, Engel und Tiere in verschiedenen Formen und Größen werden von ihm getöpfert und selbst gebrannt. Viele dieser Motive stehen in Häusern verwandter und befreundeter Familien. Immer wieder fallen ihm neue Motive und Formen ein.

Exponat aus Ton      Neben dem Hobby nehmen die Eheleute Robertz auch heute noch gerne an Fahrten der Caritas als Betreuer im In- und Ausland teil. Hoffentlich erhält Hans Robertz noch viele Ideen, die er in darstellerische Kunst umsetzen kann. Hierzu wünschen wir ihm und seiner Frau beste Gesundheit und Schaffenskraft.

     Eine kleine Auswahl seiner Bild-Exponate ist hier oder durch Anklicken des folgenden Bildes zu sehen.


(Text und Fotos: Detlev Becker und Nikolaus Hütter)




Bildexponate von Hans Robertz





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