Schlangenjagd
am "Wulwes Kamp"
2010
' (Freitag, 11.06.2010)



     Am 11.06.2010 sorgte eine Entdeckung von Robin Timmermann im Wulwes Kamp für Aufregung: Eine Schlange im Garten! Nachdem seine Eltern sich von der Beobachtungsgabe ihres Sohnes überzeugt hatten, wurde ein Schlangengutachter zur Hilfe geholt. Obwohl in der heimischen Region giftige Schlangen selten sind, kommt es vor, dass privat gehaltene giftige Reptilien flüchten, ohne das die Züchter dieses melden. Da aufgrund der Flinkheit der Schlange, diese nicht genau beschrieben wurde, ging man mit Vorsicht auf die Suche.

     Mit Stangen und Haken wurde das Beet durchkämmt. Zahlreiche Nachbarn halfen beim „Stochern“ oder spähten konzentriert nach der Schlange. Aber sie hielt sich lange Zeit versteckt, bis sie kurzzeitig hervorkam und wieder sofort verschwand. So dauerte es über zwei Stunden, bis man das Kriechtier „dingfest gemacht hatte“. Nachdem man bereits mit schwerem Gerät, sprich Heckenschere und Motorsäge, die Hecke freigeschnitten hatte und das Beet verwüstet war, wurde die Hecke nochmals durchstöbert. Und endlich:

     Eine Ringelnatter versuchte über die Waschbetonplatten zu flüchten. Mit einigen schnellen Bewegungen hatte der Schlangenexperte das schiefergraue Tier mit den dunklen Längsstreifen nun gefangen und verstaute sie sicher im Beutel. Als Abwehrreaktion gaben die Drüsen der Schlange noch eine stinkende Duftnote von sich.

     Die Natrix natrix, wie sie im Fachjargon heißt ist unsere häufigste einheimische Schlange und kann bis zu 25 Jahren alt werden. Sie erreichen eine länge von 130 cm, in Ausnahmefällen auch bis zu zwei Metern, sind aber völlig harmlos.

     Eine Charakteristik von Ringelnattern ist auch der gelblich-weiße Fleck unter dem dunklen Kopf. Sie leben von allem an Weihern, Tümpeln, Teichen oder langsam fließenden Gewässern. Auch im Kompost wurden schon mehrere Ringelnattern gesichtet, da diese eine willkommenes Winterquartier zum Eierlegen sind.

Bildübersicht      Ein interessantes unmd abwechslungsreiches Erlebnis.

     Die Gefangennahme mit Hilfe eines Experten ist übrigens auch mit einigen Kosten verbunden.

     Wer sich nicht durch alle Bilder durchklicken will, der kann sich hier oder durch Anklicken der nebenstehenden Illustration zunächst einen Überblick verschaffen und dann gezielt einzelne Bilder anklicken, die sich anschließend vergrößern.

     So und nun in Form einer Diashow zu den Bild-Impressionen von der groß angelegten Schlangenjagd in Niedereimer.



     Viel Spaß!

(Text und Fotos: Dietmar Eickhoff)





Dia-Show von der Schlangenjagd 2010


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