Schützenfest
2004

Montagmorgen
(Montag, 12.07.2004)



     Sintflutartige und nicht aufhören wollende Regenfälle überschatteten das diesjährige Vogelschiessen unter der Vogelstange in Ninive. Die Stimmung direkt unter dem Kugelfang hielt sich aber prächtig. Viel Galgenhumor auf Seiten der Schützenbrüder brachte etwas Licht in die ansonsten wettertriste Angelegenheit.

     Zu allem Überdruß erwies sich ausgerechtet dieses Jahr der angefertigte Schützenvogel als besonders zäher Aar, der einfach nicht von der Stange, sprich aus dem Kugelfang, fallen wollte.

     Immer und immer wieder stellten sich unsere Schützen unter die Stange und wetteiferten darum die heißbegehrte Königswürde zu erlangen. Besonders Rainer Kelle und Ritchie Frank lieferten sich ein heißes Duell. Beide standen auch bereits seit Wochen in unserer Gerüchteküche als mögliche heiße Aspiranten. Dann trat aber ganz unerwartet noch Burghard Bierbach hinzu, der eigentlich gar nicht auf der Rechnung stand. Und plötzlich hatte wir drei Königskandidaten unter der Stange.

     Nach zähem Ringen und starker Abnahme der Munitionsvorräte entschied der Vorstand den Vogel noch einmal nach unten zu fahren. Dabei begutachtete man aber nur die Wirkung der bisherigen Treffer und entschloß sich, den Vogel schnellst möglich wieder hochzufahren. Der hatte nämlich doch deutliche Spuren des harten Beschusses aufzuweisen.

     Trotzdem zog sich das große Schießen noch lange hin, bis irgendwann ein großes Raunen durch die Reihen der aufmerksamen Zuschauer ging. Bis auf einen kleinen Rest kam ein großer Teil des Vogels mit einem mal doch herunter. Doch zu früh gejubelt, da waren noch Teile des Vogels im Kugelfang.

     Aber wie so oft im Leben - nach langem Drücken kommt was, so auch am Drücker unserer Büchsen - hatte unser Rainer Kelle das glücklichere Händchen und holte auch den letzten Rest des Vogels von der Stange. Als seine Mitregentin erwählte unser neuer König Christiane Berres.

     Wer nun dachte jetzt könne man zügig zur Halle schreiten, sah sich getäuscht. Denn auch der Geck hielt erstaunlich lange im Kugelfang aus. Irgendwann war aber auch sein Schicksal besiegelt und ein glücklicher Jan Zacharias konnte auf die Schultern seiner Schützenbrüder gehoben werden.

     Nach kurzem Festumzug konnte es durchnäßt aber stimmungsfroh zur Festhalle gehen. Dort kochte auch sofort die Stimmung voll über. Die Führerschaft übernahmen hierbei zunächst die ausgelassen feiernden ehemaligen Königinnen, die sich extra zu diesem Anlaß verabredet hatten. Wilde Veitztänze aufführend übernahmen sie das Stimmungszepter. Auch unser neuer König Rainer ließ sich von der tollen Stimmung anstecken und überraschte sofort mit einigen Lagen Quickies, die von den Damen ohne großes Ferdelesen sofort beseitigt wurden.

Bildübersicht vom Montagmorgen      Auch die Feuerwehr hatte sich eigens per Mikrofondurchsage draußen im Zelt auf dem Schützenplatz zu einer besonderen Ehrung verabredet. Wehrführer Dirk Sölken überreichte Vorjahreskönig Markus Brakel eine extra angefertigete Feuerwehr-Königskette, was Markus ad hoc zum Anlaß nahm, eine kleine Rede zu improvisieren.

     Bis weit in den Nachmittag hinein war die Halle proppenvoll, bis sich das Schützenvolk zu den einzelnen Stärkungen bei Nachbarn und Bekannten zerstreute. Aber ein großer Nachmittag und erst ein gewaltiger Abend lagen ja noch vor uns.

     Und hier nun in Form unserer bewährten Diashow zu den Bild-Impressionen des Montagmorgens 2004.

     Wer sich nicht durch alle Bilder durchklicken will, der kann sich hier oder durch Anklicken unseres neuen tanzenden Königspaares zunächst einen Überblick verschaffen und dann gezielt einzelne Bilder anklicken, die sich anschließend vergrößern.



     Viel Spaß!

(Text und Fotos: Nikolaus Hütter)





Dia-Show vom Montagmorgen 2004


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