Gerüchteküche

Gerüchteküche
vor'm
Schützenfest
2007



     Die Schützenfestzeit hat wieder Einzug gehalten. Auch unser Fest der Feste rückt immer näher und das Dorf wartet auf den neuen Schützenkönig. Daher brodelt sie wieder - die Gerüchteküche. Wo man auch hinkommt, überall wird gerätselt und gemunkelt. Allerdings scheinen sich dieses Jahr viele ehemalige Anwärter eher mausig zu machen und in volle Deckung zu gehen. Das macht aber gar nichts, verfügt unser Dorf doch über eine genügend hohe Einwohnerzahl äußerst schußfester Kandidaten.

     Wer glaubt noch weitere Aspiranten zu kennen, möge sich mit einer kurzen Nachricht unter huetter@niedereimer.de oder einfach mittels des Formulars im Impressum an den Webmaster wenden. Denn diese Liste erhebt zum gegenwärtigen Zeitpunkt natürlich noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

     Als erster Kandidat wirft unser Ortsheimatpfleger Detlev Becker seinen Hut in den Ring. Unser diesjähriges Dorfjubiläum stellt eigentlich schon eine Verpflichtung zum Schießen auf den stolzen Aar für unseren geschichtlich interessierten Postboten dar. Daneben hat Detlev Becker aber noch andere Gründe sich dem Wettbewerb zu stellen. Möchte er doch seiner Familie etwas ganz besonderes bieten. Und wer dermaßen die höheren Mächten um inständige Unterstützung bittet wie auf dem Bild, der hat einfach hervorragende Chancen. Aufgrund seines ungewöhnlich hohen Bekanntheitsgrades dürfen wir uns über einen mächtigen Hofstaat freuen. Eigentlich muß da der gesamte AKD antreten, dessen Vorsitzender unser Detlev schließlich ist. Entsprechende Fan-Fähnchen sollen sich bereits in der Produktion befinden. Detlev, das gesamte Dorf wünscht Dir viel Fortune.

     Und da ist er wieder mit seinem verschmitzen Siegerlächeln. Er wohnt auf der Wannestraße und ist eigentlich seit Jahren hoch motiviert, nun ist es soweit und er will es wissen und den Mitbewerbern einmal richtig zeigen - unser hochgeschätzter Wolgang Goor. Als stellvertretender Kompanieführer der I. Kompanie ist er von Amtswegen von den seinen auserkoren, sich dem spannenden Duell in all seinen faszinerenden Facetten zu stellen. Bei praktisch jeder Vorstandsitzung anwesend, weiß er auch über die Interna des Schützenwesens bestens Bescheid, so daß er ein Königsjahr auch logistisch voll im Griff haben müßte. Und so hält ihn praktisch nichts mehr auf - außer vielleicht noch die anderen Konkurrenten, die da vielleicht nicht ganz mitspielen wollen. Aber während des Schießens werden ihm seine Mitbewerber doch bestimmt seine obligatorische Zigarette für einige Augenblicke festhalten. Wer ihn also nicht genau beim Schießen aus der Ferne erkennen kann, wird ihn daher sicherlich immer am kleinen Rauchfähnchen lokalisieren können.

     Und nun kommt die wirklich erlösende Nachricht für die II. Kompanie. Jörg Netz will sich wieder mit aller Kraft den diesjährigen Konkurrenten stellen und damit die Ehre der Zweiten Kompanie im zweiten Jahr in Folge aufrechterhalten. Vor zwei Jahren wollte er schon einmal aus Anlaß des 25-jährigen Königinnenjubiläums seiner Mutter die Schützenwürde erringen und mußte sich nur knapp dem glücklicheren Martin Blume geschlagen geben. Aber damals auf den Geschmack gekommen, zieht es ihn dieses Jahr nochmals unter die Stange, um das zu vollenden, was er vor zwei Jahren angefangen hat. Jörg hatte dies bereits dem Webmaster und amtierenden Schützenkönig gegenüber geäußert. Jörg schießt laut eigener Auskunft nur bei ungeraden Jahreszahlen. Wie wunderbar ihm daher die 2007 helfen wird. Die II. Kompanie wird es ihm tatkräftig danken und drückt ihm bis dahin fest die Daumen.

     Da ist auch schon der nächste Kandidat. Hatte er doch bereits letztes Jahr einen ersten ernst gemeinten Anlauf zur Erringung der Schützenkönigswürde unternommen. Dieses Jahr will er es erneut versuchen und seine Schießkünste unter Beweis stellen. Fürsprecher stehen im ganzen Dorf verteilt bereit, gehört er doch dem großen Clan der Glaremins an. Von Tobias Glaremin ist die Rede. Da er sich bestens mit Holz auskennt, sollte er bei dem hölzernen Vogel keine allzu großen Schwierigkeiten haben, die richtige Stelle zum erfolgreichen Königsschuß zu finden. Außerdem versteht der Mann auch etwas vom ausgiebigen Feiern und ist noch dazu immer zu einem Scherz aufgelegt. Als Sympathieträger weit über die Grenzen Ninives hinaus bekannt, sollte es ihm auch nicht schwerfallen einen imposanten Hofstaat hinter sich zu scharen. Wie man außerdem auf dem Foto unschwer erkenn kann, war der Kandidat erst vor Kurzem bei seinem Zahnarzt und hat sich die Vorderzähne machen lassen. So etwas machen nur Leute mit ernsten Absichten. Viel Glück wünschen alle Niniviten.

     Und da ist auch wieder unser Michael Krass und freut sich auf das, was er bezwingen möchte, nämlich den Schützenvogel. Der ständige Hofstaat-Schützenbruder will seiner Ina nun endlich auch einmal etwas ganz besonderes bieten. Immer nur Blumen verschenken bringt auf die Dauer auch nichts Neues. Daher soll es dieses Jahr als besonderes Geschenk einmal die Schützenkönigswürde sein. Da unser Michael immer fleißig und mit Hochdruck an seine umfangreichen Arbeiten geht, hat er sich eine kleine, aber bei Schützenbrüdern hoch geschätzte Abwechslung verdient. Dazu kommt, daß der Mann mit seinen geübten Grünschnitt-Fertigkeiten gerne und ausgiebig feiert. Und wie er dem amtierenden Schützenkönig in jüngster Vergangenheit gegenüber zugegeben hat, ist er ganz scharf auf entsprechende Schulterstücke. Und er möchte nun endlchlich einmal selbst wissen, wie schwer die große Königskette tatsächlich ist und vorm Bauch nach unten zieht. Bei den unendlich vielen zufriedenen Kunden, die bei Stimmung gehalten werden wollen, sollte es auch hier nicht schwer sein einen bunten Blumen-Hofstaat zu zaubern.

     Ja, und wen haben wir hier denn. Unser frischgebackener Adjutant Ralf Ernst äußerste neulich gegenüber einigen Vorstandskollegen Interesse an einer Regentschaft. Wer so schön flöten kann und dabei so spitzbübisch versonnen in die Welt schaut, der träumt von höheren Zielen. Sein Haus hat er ja komplett neu renoviert und mit seiner Frau ist er auch vor geraumer Zeit eingezogen. Außerdem will er die Schützenbrüder mal so richtig schwitzen lassen. Sollen die doch durch's ganze Dorf marschieren, um ihn abzuholen. Der Mann ist wirklich SGV-freundlich und im doppelten Sinne überaus pfiffig. Sollte ihm das Kunststück allerdings gelingen, gibt's Probleme bei den Festzügen. Wer stellt dann die Schützenbrüder in Reih und Glied auf? Unter der Vogelstange bringt Ralf dann bestimmt sein Maskotchen - das Räuchermännchen vom letztjährigen Weihnachtsausflug - mit, dafür lieben ihn die Vorstandskollegen. Waren wir doch froh noch etwas länger alls geplant in Düsseldorf bleiben zu können. Wir freuen uns schon auf das diesjährige Räuchermännchen.

     Ähnliches trifft nun allerdings auch auf unseren Hallenverwalter Mario Orlando zu. Der kann nämlich noch viel schöner pfeifen. Dieser verschmitzte Bursche will nun tatsächlich sein Glück versuchen. Auch hier wurde ein ganzes Haus renoviert und komplett mit Familie bezogen. Außerdem hat der Mann erst kürzlich überaus erfolgreich seinen "Meister gemacht". Jetzt kann er endlich befreit von aller Bürde die Königswürde in Angriff nehmen. Der Sohnemann würde sich bei seinem Temperament bestimmt über weitere Action im Hause Orlando freuen. Zumal Ehefrau Julia vor zehn Jahren die Schützenkönigin unseres Codel war. Da ist für Mario zum Jubiläum natürlich Erscheinen unter der Vogelstange Pflicht. Der Mann hat Schwung und kann Leute mitreißen, wie er erst kürzlich wieder in einer Vorstandsitzng bewiesen hat. Mario, stets hilfsbereit, hat sich ein herrliches Regentschaftsjahr redlich verdient. Nur auf die anderen Mitbewerber muß er noch höllisch aufpassen, ansonsten kann da nichts mehr schief gehen.

     Da kommt noch ein ganz heißer Kandidat aus den hinteren Reihen zum Vorschein. Kurz vor Toreschluß meldet sich unser Oliver Glaremin zu Wort. Da ist doch jemandem im Dorf etwas aufgefallen, daß eine Königskandidatur für unseren Rendanten geradezu nahelegt. Seit jeher war nämlich in Niedereimer die Abrechnung des Schützenfestes am Samstag nach dem Schützenfest. In diesem Jahr ist jedoch erstmals alles anders. Die Abrechnung soll sich bis in den Herbst hinein verspäten! Warum? Was ist dieses Jahr anders? Angeblich hat der Rendant in der Schützenfestwoche Woche viel zu tun!? Es liegt also nahe, daß er mit seiner Königsfeier und der Abrechnung zu viel Arbeit auf einmal hätte. Die Königwürde kann nicht bis zum Herbst warten - die Abrechnung offensichtlich schon!! Wie der Mathematiker sagt: Quod demonstrandum est - was zu beweisen ist. Viel Glück für unseren herzlich lachenden Oliver wünschen ihm denn auch alle Niniviten, bis auf die anderen Aspiranten natürlich.

     So, für heute war's das erst mal. Wer weitere begründete heisse Kandidaten in der Hinterhand hat, sollte sich umgehend beim Webmaster unter huetter@niedereimer.de oder einfach mittels des Formulars im Impressum melden.



And the Winner is ...


Wolfgang Goor



(Text und Fotos: Nikolaus Hütter)