Gerüchteküche
vor'm
Schützenfest
2012



     Die Schützenfestzeit hat wieder Einzug gehalten. Auch unser Fest der Feste rückt immer näher und das Dorf wartet auf den neuen Schützenkönig. Daher brodelt sie wieder - die Gerüchteküche. Wo man auch hinkommt, überall wird gerätselt und gemunkelt. Allerdings scheinen sich dieses Jahr viele ehemalige Anwärter eher mausig zu machen und in volle Deckung zu gehen. Das macht aber gar nichts, verfügt unser Dorf doch über eine genügend hohe Einwohnerzahl äußerst schußfester Kandidaten.

     Wer glaubt noch weitere Aspiranten zu kennen, möge sich mit einer kurzen Nachricht unter huetter@niedereimer.de oder einfach mittels des Formulars im Impressum an den Webmaster wenden. Denn diese Liste erhebt zum gegenwärtigen Zeitpunkt natürlich noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

     Wenn nicht dieses Jahr, wann dann lieber Holger? Denn Holger Weber bewegt seit Wochen gewaltige Erdmassen auf seinem gutsherrenähnlichen Anwesen. Die halbe 2. Kompanie ist hierbei eingespannt und schuftet im Schweiße ihres Angesichts, um ihrem Schützenbruder Holger bei seinem honorigen Unterfangen zu unterstützen. Da muß Stellfläche geschaffen werden für die diesjährig zu Tausenden bei König Holger antretenden Schützenbrüder. Um die alle aufstellen zu können wird sogar noch eine fußballfeldgroße Rasenfläche angelegt - so sieht herausragendes Schützenfestengagement aus. Holger hat sich in den vergangenen Jahren bereits das ein und andere mal unter der Vogelstange exponiert. Sein letztes Husarenstück war hierbei die Erringung der Geckwürde im Jahr 2009 in einem spannenden Finisch aufgrund akutem Munitionsmangel unter der Vogelstange an der Schießbude auf dem Schützenplatz. Als einer der sympathischten Vertreter seiner Zunft wäre Holger ein absoluter Glücksfall für die 2. Kompanie - die zurück zu legenden Wege der II. wären geradezu klassisch optimiert. Daher wünschen wir Holger viel Glück unter der Vogelstange.

     Da ist auch schon der zweite heiße Aspirant. Michael "Mixe" Krass hatte sich bereits letztes Jahr einiges unter der Vogelstange vorgenommen, doch in unserem großen Jubiläumsjahr ist's noch mal so schön. Sollte er es schaffen, kann er nämlich wenige Wochen später sogar die Doublette holen und beim Jubiläumsschießen teilnehmen. Der Typ ist einfach raffiniert. Wer Mixe kennt, weiß, daß dieser hart schufften kann, um ans Ziel zu kommen. Michael ist nämlich im täglichen Leben ein wahrer Workoholic. Wenn andere bereits im Bett liegen, sieht man ihn noch immer zwischen seinen Blumenbeeten mit dem Wasserschlauch lustwandeln. Deswegen wird gerade auch die Baustelle an der Nordseeküste in Windeseile fertiggestellt, um pünktlich zum Schützenfest unter der Vogelstange präsent sein zu können. So eine kleine Zweit-Königsresidenz in Küstennähe wäre auch für den sicherlich gewaltigen Hofstaat eine interessante Abwechslung bei der anstehenden Königsfeier im Herbst. So ein Ausflug kann die Stimmung nur heben. Neben seinem grünen Händchen fällt bei ihm noch ein starker Drang zum geselligen Beisammensein auf. Der kann für ein Jahr lang bestens gestillt werden. Gerade die I. Kompanie hat sich da einiges vorgenommen, um ihrem Schützenbruder die gebührende Unterstützung zukommen zu lassen. Mixe, von dieser Stelle auch für Dich viel Glück unter der Stange.

     Ein weiterer scharfer Anwärter auf die diesjährige Schützenkönigswürde ist natürlich unser Oliver Glaremin. Der Mann ist überreif. Nachdem sein Anwesen in den letzten Jahren prächtig gediehen ist und einen überaus ordentlichen Eindruck macht, wären hiermit auch die äußerlichen Gegebenheiten für ein standesgemäßes Königsjahr gegeben. Oliver gehörte viele Jahre zum geschäftsführenden Vorstand unserer Bruderschaft und ist aufgrund dieser Tatsache allein schon einer der ganz großen Favoriten unter der Vogelstange. Über einen profunden Hofstaat müßte sich Oliver wohl auch keine Gedanken machen. Stehen ihm doch in der I. Kompanie zahlreiche Freunde und Bekannte aus dem alten Dorf zur Verfügung. Außerdem will er doch seinem Vater Wilfried Glaremin, dem Schützenkönig des Jahres 1973/74 und dem bis zum August dieses Jahres noch amtierenden Jubiläums-Schützenkönig von Niedereimer, in nichts nachstehen. Wilfried, der Gutmütige, wird ihm schon ein herrliches Königsjahr organisieren und selbstverständlich selbst aktiv am Geschehen teilnehmen. Oliver, hau rein, wir vom Vorstand wünschen Dir viel Glück bei Deinem längst überfälligen Vorhaben.

     Ja, wen haben wir denn da? Manuel Baader - einen Überraschungskandidaten? Nein - mitnichten. Wenn man sich den Mann bzw. seinen geschichtlichen Hintergrund einmal genauer anschaut, erkennt man schnell, daß sein Vater Franz-Josef Baader dieses Jahr sein 40-jähriges Schützenjubiläum feiert. Im Jahr 1972/73 regierte Franz-Josef, der von 1996 bis 1999 zudem Hauptmann unserer Schützenbruderschaft war und sich auch heute noch aufopferungsvoll um unsere Festhalle und deren Außenbereich kümmert, zusammen mit seiner Ehefrau Bärbel das Schützenvolk von Niedereimer. Darüber hinaus hat Manuel nun ein Jahr lang trainiert. Gehört er doch seit dem vergangenen Jahr zusammen mit seiner Ehefrau dem augenblicklichen Hofstaat im Gefolge von Detlev Becker und Simone Toch an. Bei praktisch keinem Hofstaat-Einsatz hat Manuel dabei gefehlt - so übt man Standfestigkeit und lernt die Gepflogenheiten des Schützenwesens an seiner Wurzel kennen. Nun muß Manuel nur noch auf seine Mitbewerber unter der Vogelstange achten. Darunter sollen sich einige Kandidaten befinden, die es verstehen mit dem Schießprügel umzugehen. Aber wenn Manuel seinen obligatorischen Glimmstengel zwischen den Lippen trägt, kann ihn nichts aus der Ruhe bringen. Da kommt der Vogel bei ihm schon wegen des duftenden Tabaks von alleine runter. Manuel auch Dir alles Gute für Dein honoriges Ansinnen - wir freuen uns schon alle.

     Die Sensation bahnt sich an. Andreas Bertram hat sein altes Forsthaus mit blau-weißen, also dorffarbenen, Petunien verschönert. Außerdem wird das Umfeld seines Domizils mit hunderten von blau-weißen Fähnchen ausgeschmückt werden. Alles Informationen aus erster Hand! Wenn das keine Hinweise auf einen angehenden Versuch zur Erringung der Königswürde und damit der letzten Chance auch noch Jubiläumskönig zu werden sind, dann brat uns einer einen Storch. Andreas ist schon sehr lange aktiver Schütze und darüber hinaus auch im diesjährigen Hofstaat stark engagiert. Da weiß er, wo's lang geht. Selbst seine Tochter übt für ihn schon die richtigen Flötentöne beim Schreppenberger Tambourcorps und will ihm diese dann auch gleich zu Hause beibringen. Dadurch ist im Hause Bertram zu jeder Zeit für die richtige Stimmung gesorgt und könnte auch für die zukünftig ein Jahr lang bei Andreas antretenden Schützenbrüder zu einem kulturellem Highlight entwickeln. Wenn Andreas, der selbst hin und wieder profunde die große Basstrommel zu malträtieren weiß, dann noch seinen Hofstaat geschickt auswählt, hat er gleich sein eigenes kostenlose Orchester immer mit dabei. Was blau-weiße Petunien nicht alles bewirken? Die Schützenbruderschaft wünscht Andreas daher auf jeden Fall viel Glück bei seinem Unterfangen.

     Hier ist ein weiterer Schützenbegeisterter, der es dieses Jahr wissen will. Andreas "Pinky" Blöink war schon immer für eine Überraschung gut. Hat er doch vor 4 Jahren den Geck von der Stange geholt und zusammen mit seinem Handzuginstrument spielenden Vater Friedrich "Fritsche" Blöink für eine unvergessene Fete auf dem heimischen Hof gesorgt. Dort kam es zu fortgeschrittener Stunde zu einer improvisierten Musikeinlage mit Fritsches Ziehharmonika, wo das gesamte Zelt begeistert mitging. Das Will Pinky auf jeden Fall vor einem noch größeren Publikum wiederholen. Und Anlaß dazu gibt es genug. Feiert seine Mutter Elisabeth doch dieses Jahr zusammen mit ihrem damaligen König Diethelm Stübbecke 25-jähriges Königinnenjubiläum. Derartige Jubiläen sind bei der Planung großer Dinge immer zu berücksichtigen. Pinky ist von Majestäten geradezu eingerahmt. Vater, Mutter und Freundin - alles Majestäten, wohin man sieht. Da will sich Pinky natürlich standesgemäß einreihen. Soll er, als ehemaligem Vorstandmitglied wünschen wir ihm alles Gute für sein Vorhaben. Nur vor seinen zahlreichen Mitbewerbern unter der Stange muß er sich jetzt noch in acht nehmen, ansonsten wäre die Nummer bereits in trockenen Tüchern.

     Mike Müller, als emsiger Hallenverwalter hochaktiv bei der Schützenbruderschaft, möchte es sich im Jubiläumsjahr nicht nehmen lassen einen Hofstaat ganz besonderer Couleur aufzustellen. Dem Vernehmen nach sollen in diesem Hofstaat erstmalig auch Vierbeiner stark vertreten sein. Und zwar nur solche, die erstklassig ausgebildet sind und auf's Wort Schützenkommandos des Adjutanten Folge leisten können. Da kommen neben seinem eigenen vierbeinigen Familienmitglied nur sehr wenige weitere Artgenossen in Frage. Umso interessanter dürfte der Festzug für die zahlreichen Gäste am Wegesrand verlaufen. Kleine Schaufeln und Tütchen gehören bei den vielen anderen zweibeinigen Hofstaatmitgliedern daher zur obligatorischen Uniform- und Kleiderausstattung. Außerdem hat sich Mike vorgenommen, die Königswürde auf jeden Fall in der Verlängerung des Surkhans, nämlich des Schultenhahns zu belassen, wo er am oberen Ende fürstlich residiert und diese Ecke des Dorfes einmal in den näheren Fokus des Dorfinteresses rücken will. Soll uns recht sein, Mike. Hauptsache Du machst den Sack unter der Vogelstange zur Ehre Deiner Dich unterstützenden Vorstandskollegen dicht. Wir wünschen unserem Schützenbruder Mike Müller alles Gute bei seinem Vorhaben, uns durch das Jubiläumsjahr auf den noch anstehenden Feierlichkeiten zu begleiten.

     Da kommt noch einer aus der Deckung. Michael Bienstein, seines Zeichens veritabler Steuerberater in einer Sozietät im benachbarten Sundern, hat sich für dieses Jahr wahrhaft Großes vorgenommen. Wird er doch seit Jahren als potentieller Kandidat für die Königswürde gehandelt, traut er sich dieses Jahr hochoptimistisch aus der Deckung. Noch nie war der Andrang so groß wie in diesem, unserem 100-jährigen Juiläumsjahr. Wer sich den Burschen einmal genauer anschaut, sieht sofort am Gesichtsausdruck, daß er ganz heiß auf die diesjährige Königswürde ist. Der Anlaß ist ja auch gebührend zu feiern, so daß vielfältige Möglichkeiten des Amusements seitens eines Hofstaates, dem Michael unbedingt einmal vorstehen will, bestehen. Der tatkräftigen Unterstützung seiner Schützenbrüder von der I. Kompanie dürfte sich Michael dabei natürlich sicher sein. Und Leute, die sich mit Geld und dessen Vermehrung auskennen, werden im Vorstand der Schützenbruderschaft, selbst wenn sie nur auf ein Jahr der Königschaft beschränkt sein sollte, immer gebraucht. Daher wünschen wir auch Michael alles erdenkliche Fortune unter der Vogelstange beim anstehenden Schützenfest bei uns in Ninive.

     Die Vorständler der Schützenbruderschaft sind im Jubiläumsjahr naturgemäß auf dem Vormarsch. Christopher "Schimmi" Schymik, engagierter Fähnrich, will es aus diesem Anlaß einmal versuchen, um uns ein Jahr lang an der Spitze unserer Abordnungen zu den diversen Anlässen zu begleiten. Bei der Vogelbesichtigung ließ er sich schon mit Stolz und erhobenem Daumen mit dem Vogel fotografieren. Dieses tolle Foto hat Christopher, laut gut informierter Quelle, direkt zu seinem Titelbild auf seinem Facebookprofili gepostet. Wie die Quelle weiter berichtet, wurde er desweiteren dabei beobachtet, wie ein paar seiner Freunde ihm erfolgreich die Walzer- und Discofoxtanzschritte beigebracht haben, damit auch beim Königstanz nichts mehr schief gehen kann. Seine ganze Clique steht hinter ihm und würde einen tollen großen Hofstaat stellen. Auch eine Königin sollte bei einem so großen Freundes- und Bekanntenkreis schnell gefunden sein. Na, Schimmi, da kann ja wahrlich nichts mehr schief gehen. Als gelernter "Pinselquäler" hat Schimmi der Schützenbruderschaft schon so manchen Dienst erwiesen. Noch gar nicht so lange her, hat er den Speisesaal unserer Festhalle komplett neu gestrichen. Vor kurzem war er maßgeblich an der Renovierung des Marienhäuschens am Friedhof beteiligt. Und nach kürzlicher eigener Aussage, hat er sich pünktlich zum Schützenfest und den anschließenden Jubiläumsfeierlichkeiten auch das Kartenhaus auf die persönliche Agenda geschrieben. Schimmi, bei soviel Engagement drücken Dir deine Vorstandskollegen natürlich kräftig die Daumen.

     Da kommt ein ganz neues Gesicht aus der Versenkung. Der Leiter unserer Schießsportgruppe, Jacobius "Jaci" Dobbelaere, will den Ruhm seiner Schießsportgruppe mehren und den vielen, vielen Medaillen und Pokalen, nun auch noch die Königswürde hinzufügen. Wie aus gut unterrichteter Quelle soeben gemeldet wird, arbeiten seine Schießsportfreunde bereits seit geraumer Zeit eifrig an diesem Vorhaben. Da wird geübt und gefeuert, was das Zeug hält. Jeden Donnerstag bekommt Jaci gute Ratschäge von seinen Schießsportgruppenmitgliedern, die natürlich jetzt schon mit ihm fiebern und den großen Moment am Montagmorgen unter der Vogelstange entgegen sehnen. Kann man ja auch verstehen, hat doch noch niemand aus unserer Schießsportgruppe die Königswürde errungen. Doch nun im Jubiläumsjahr hat man sich fest vorgenommen den Vorsitzenden ins Rennen zu schicken und für ein unvergessliches Königsjahr in den Räumen der Schießsportgruppe zu sorgen. Da wird auch noch alles nagelneu umgebaut wie der Königsaspirant selbst hat verlauten lassen - alles modern, praktisch, funktionell. Jaci laß Dich nicht aufhalten. Wir werden Dein Unterfangen genau im Auge behalten und Montagmorgen wissen wir dann mehr. Deine Vorstandkollegen drücken Dir die Daumen.

     Andreas Fries hat sich an maßgeblicher Stelle auch geoutet. Angestachelt durch die riesige Anzahl potentieller Königsaspiranten, wurde sein Ehrgeiz gewecket. Um seiner Frau einmal so richtig etwas zu bieten, hat er sich dieses Jahr endlich dazu durchgerungen einmal einen Versuch unter der Vogelstange zu starten. Rückversichern sollte für ihn von berufswegen nun überhaupt kein Problem sein. Auf der Niedereimer Straße residierend, dürfte er im Umfeld des "Alten Dorfes" überhaupt kein Problem haben, aus den Reihen seiner I. Kompanie genügend Paare für einen imposanten Hofstaat zu akquirieren. Andreas wollte ja eigentlich schon immer Schützenkönig in Niedereimer werden, aber das letzte Quentchen Überwindung fehlte ihm in den letzten Jahren dann doch immer. Nun wird alles anders, und wenn wir den Kerl mit Nachdruck und geballter Schützenpower unter die Stange schieben müssen. Mit dem Schießen soll es bei ihm ja noch ein wenig hapern, doch das kriegen wir auch noch in den letzten Tagen hin. Geht er einfach bei seinem Mitbewerber Jaci Dobelare, unserem Schießgruppenleiter, noch kurz in die Schießlehre. Der wartet nur so auf engagierten Nachwuchs. Andreas, auch für Dich alles Gute unter der Stange.

     Er hat zwar angekündigt, es auf keinen Fall mehr zu versuchen. Aber das haben schon andere vor Ihm angekündigt und es dann doch noch einmal versucht - und das mit Erfolg. Nach diesem Motto handelt heuer unser Dirk Sölken. Da werden sich die anderen Mitbewerber am Montagmorgen noch vor Verwunderung die Augen reiben. Still und heimlich im Hintergrund arbeitet Dirk an seinem großen Vorhaben. Ständig mit auf Achse bei den diversen Schützendfesten im Vorfeld unserer eigenen Feierlichkeiten, erprobt er dort schon mal den Aufstand. Diesen will er am Montagmorgen unter der Stange dann erfolgreich zum Abschluß bringen und zu Ehren seiner II. Kompanie das Dingen wieder in die Reihen derselbigen zurück holen. Die II. Kompanie wird es ihm aufgrund der dann zurück zu legenden kurzen Wege ein Jahr lang tatkräftig honorieren. Bei Dirk muß man dann nicht die einzelnen Hofstaatpaare aufzählen, sondern eigentlich die, die nicht mit in seinem Hofstaat sein werden. Praktisch das vollständige "Neue Dorf" dürfte dazu gehören, dann die gesamte Feuerwehr im Schlepptau. Wer bleibt da denn noch übrig? Überhaupt hätten wir mit Dirk ein sehr sicheres Jahr vor uns - der Mann kennt sich mit allen Spielarten der Sicherheit nämlich profunde aus. Dirk, mach am Montag den Sack dicht - viel Glück.

     Jemand von der gleichen Kategorie ist unser Jörg Bierbach. Der Mann hatte es vor einigen Jahren nochmals versucht. Doch da war ihm das Trefferglück, wie im Jahr 1994, wo er den Vogel zum ersten mal abschoß und ein tolles Königsjahr hinlegte, nicht hold. Dieses Jahr werden aber die Karten für ihn neu gemischt. Seine Frau Tatjana würde sich sicherlich über ein großes Königsjahr besonders freuen. Mit den beiden hätte Niedereimer auf jeden Fall ein erprobtes Regentenpaar, das mit allen Facetten des Schützenwesens vertraut sein dürfte. Auch sein Sohn nimmt schon rege an den verschiedenen Schützenfesten in der näheren Umgebung teil und ist bei den Musikdarbietungen gar nicht mehr aufzuhalten bei seinen die Musiker begleitenden Trommeleinlagen an Kopf unseres Tisches. Evtl. müssen wir unseren Jörg am Sonntagabend noch ein wenig auf dem Schützenplatz bei einem Gläschen Bier bearbeiten. Doch dann macht Jörg das schon. Man darf die Flinte eben nicht zu früh ins Korn werfen. Wir wünschen unserem Jörg viel Erfolg beim diesjährigen Schießen und erwarten ihn dann nächsten Monat nochmals beim Jubiläumsschießen, wo er aber auf jeden Fall wieder mitschießen darf.

     Da kommt auf der Zielgeraden noch jemand aus der Deckung heraus. Erst am Sonntagabend kam ans nachlassende Tageslicht, daß Markus Aßmann aus Anlaß seines 25-jährigen Jubiläums als Geck von Niedereimer nun die Königswürde erringen will. Im Anschluß an sein Geckjahr 1987/88 hat er 1988 doch gleich noch die Blechkönigswürde errungen. Und nun fehlt ihm in seiner Sammlung nur noch die reguläre Königswürde. Hinzu kommt, daß Markus sich vor kurzem noch mit einer nagelneuen Schützenkrawatte eingedeckt hat. Da wird seine Frau im Hintergrund wohl nachgehakt haben. Nach dem Motto "Sonst kommst Du mir nicht aus dem Haus". Wer Markus kennt, weiß, daß ein ereignis- und stimmungsreiches Schützenjahr folgen wird. Sein Lebensmotto ist dabei stets locker zu bleiben. Am besten mit einem Docht auf den Lippen. Der verläßt so gut wie gar nicht sein Gesicht - sozusagen Markenzeichen. Wer mit Markus konditionell mithalten will, der muß sich arg anstrengen. Deshalb wird sein Hofstaat auch ausschließlich aus bewährten Recken mit Steherqualitäten bestehen. Da müssen wir uns im Vorstand auf anstrengende Tage einstellen. Aber da freuen wir uns direkt drauf, ihn ein Jahr live zu erleben. Markus, wir wünschen Dir viel Glück.

     So, für heute war's das erst mal. Wer weitere begründete heisse Kandidaten in der Hinterhand hat, sollte sich umgehend beim Webmaster unter huetter@niedereimer.de oder einfach mittels des Formulars im Impressum melden.

And the Winner is ...

Oliver Glaremin


(Text und Fotos: Nikolaus Hütter)