St. Martinszug
(Mittwoch, 10.11.2010)



     Leider hatte die Organisatoren des diesjährigen St. Martinszug viel Pech mit dem Wetter. Es regnete bereits den ganzen Tag in Strömen. Auch gegen Abend wollten sich die himmlischen Schleusen noch nicht schließen.

     So mußte der Vereinsring und der Musikverein Niedereimer ein wenig improvisieren, damit die empfindlichen und teuren Musikinstrumente keinen Schaden nahmen. Daher mußte der große Marsch durch's neue Dorf zusammen mit der Musik entfallen. Man entschied sich, ohne die Führung der Musik lediglich eine kleine Runde über die Friedrichshöhe, der Schürholzstraße und den Himmelpfortener Weg hinunter zur Festhalle einzuschlagen.

     Zuvor wurde aber natürlich in der sehr gut besuchten Kirche das traditionelle St. Martin-Spiel aufgeführt. Mit den neuen selbstangefertigten Kostümen, die eine liebe Dorfmitbewohnerin aus dem Elternhause Lüttich bereits letztes Jahr ehrenamtlich angefertigt hatte, und stark aufspielenden Laiendarstellern aus unserer Dorfmitte wurde den zahlreichen Kindern die Geschichte des heiligen St. Martins näher gebracht.

     Dieser 316 in der römischen Provinz Pannonien im heutigen Ungarn als Martinus geborene spätere Bischof von Tours war zunächst als römischer Soldat im damaligen Gallien, dem heutigen Frankreich, stationiert, wurde dann aber sehr fromm und lebte viele Jahre als Einsiedler und asketischer Mönch ein sehr zurückgezogenes Leben, bis ihn die Einwohner von Tours gegen seinen Willen zum Bischof von Tours wählten. 397 starb Martin im Alter von 81 Jahren in der Nähe von Tours und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Sein Lebenswandel war geprägt durch Taten der Nächstenliebe und Barmherzigkeit, weswegen auch die bekannte Überlieferung um den Bettler und den zerteilten Mantel weltweit Beachtung fand und die sich noch zu der Zeit zugetragen haben muß, als er noch in Diensten der römischen Armee, also vor seiner Zeit als Geistlicher, stand. Ab 334 war Martin nämlich als Soldat der Reiterei der Kaiserlichen Garde in Amiens stationiert. Die damaligen Gardisten trugen über dem Panzer die sogenannte Chlamys, einen weißen Überwurf aus zwei Teilen, der im oberen Bereich mit Schaffell gefüttert war. An einem Tag im Winter begegnete Martin am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht sei ihm dann im Traum Christus erschienen, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte.

     Anschließend fand man sich an der Festhalle zur Friedrichshöhe ein, wo es für die kleinen unserer Dorfgemeinschaft die ersehnten frischen Brezel gab. Diese fanden dann auch reißenden Absatz. Auch so mancher Erwachsene wurde schmatzend mit einem solchen süßen Brezel angetroffen. Danach gab's für die noch Anwesenden warme Getränke und heiße Würstchen zum Aufwärmen. Die Schützenbrüder hatten es sich nicht nehmen lassen, ein richtiges Zelt vor dem Speisesaal mit einer Theke zum Speisesaal aufzubauen, an der allerhand angeboten wurde. Vielen Dank.

     Wer sich nicht durch alle Bilder durchklicken will, der kann sich hier oder durch Anklicken der nebenstehenden kleinen Illustration zunächst einen Überblick verschaffen und dann gezielt einzelne Bilder anklicken, die sich anschließend vergrößern.

     So und nun in Form einer Diashow zu den Bild-Impressionen des diesjährigen St.-Martinszuges in Niedereimer.



     Viel Spaß!

(Text und Fotos: Nikolaus Hütter und Dietmar Eickhoff)





Dia-Show vom St. Martinszug 2010


Bild
zurück

Bild
vorwärts

Bitte haben Sie nach dem Drücken auf einen der Pfeile etwas Geduld, das Laden des nächsten Bildes kann schon mal in Abhängigkeit ihrer Internetverbindung einige Sekunden dauern.

Und weil's so schön war, hier noch ein kleines Filmchen.



Zum Betrachten benötigt man den Adobe FlashPlayer.
Sollte er nicht installiert sein, können Sie ihn hier downloaden.