Herbstwanderung 2001 des
SGV-Niedereimer


Herbstwanderung im nördlichsten deutschen Mittelgebirge


Der Ostharz vom 19. bis 23. September 2001




Sechs Wanderfreunde und Wanderführer Hans-Jürgen Gräpel fuhren nach Elend-Mandelholz um in fünf Etappen den Ostharz zu erkunden.

Die erste Strecke führte von Wernigerode über den Annenweg zum Kaiserturm, von welchem sich ein herrlicher Ausblick zum Brocken und zum Schloß Wernigerode bot. Weiter über den Tierpark Christianental und das Schloß Wernigerode wurde das Zentrum von Wernigerode mit dem Marktplatz und dem wunderschönen alten Rathaus erreicht.
Die Donnerstagsetappe führte bei schmuddeligem Regenwetter nach Braunlage und da sich eine Besteigung des Wurmbergs wetterbedingt nicht lohnte, führte der Weg über die ehemalige Zonengrenze zurück nach Elend.
Der Ausgangsort der Freitagsstrecke war Torfhaus. Da das Regenwetter uns treu war, wanderten wir mit Regenschirmen bewaffnet auf dem Goetheweg durch das Hochmoor und vorbei an der Luisenklippe zum 1142 m hohen Brocken. Aus der uns überholenden Brockenbahn wurden wir mitleidig von den Fahrgästen für den schweißtreibenden Aufstieg belächelt. Nach Stärkung im Brockenhaus wurde über die Bismarckklippen und die Brandnerklippe der Ecker-Stausee erreicht, von wo aus ein reißender Zuflußgebirgsbach der Wandergruppe, die sich nunmehr auf dem Rückwag nach Torfhaus befand, nasse Füße und erhebliche Kondition abverlangte.
Als sich am Samstagmorgen die ersten Sonnenstrahlen am Himmel zeigten,
trieb der Wanderführer zum Aufbruch nach Treseburg. Hier wurden die Wanderer sofort von einem langen und sehr steilen Aufstieg erwartet, von wo der Weg dann über die Höhen entlang des Bodetales, vorbei am Tierpark, zur Felsgruppe am Hexentanzplatz führte. Der Hexentanzplatz bietet das Harzer Bergtheater, die Walpurgishalle und als besondere Attraktion eine Sommerrodelbahn. Der Wanderführer wählte jedoch den beschwerlicheren Abstieg zu Fuß ins sagenhafte Bodetal nach Thale. Von hier wurde mit einem Sessellift schnell die Felsengruppe der Roßtrappe erreicht. Im Bereich der Roßtrappe
fanden wir auch den sagenumwobenen Hufabdruck des Riesenrosses der Prinzessin Brunhilde, die der Sage nach zum Sprung über das Bodetal ansetzte. Durch das wildromantische Bodetal, eine imposante Felsschlucht, die mit ihren 250 Meter hohen Granitwänden als das gewaltigste Felsental nördlich der Alpen gilt, wurde das Tagesziel Treseburg erreicht.

Zum Ausklang ging die Sonntagsmorgenetappe über Elend nach Schirke - bekannt durch den Schirker-Feuerstein - und zu den Schnarcher Klippen, die nach dem Besteigen einen letzten traumhaften Blick auf den Ostharz gewährten, bevor in Elend die Rückfahrt ins Sauerland nach Niedereimer angetreten wurde.



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